Erklärt: Darum keine Strafe gegen Lewis Hamilton

Lewis Hamilton kann aufatmen: Der siebenmalige Weltmeister bleibt ohne Strafe wegen vermeintlichen Gelbvergehens - Verwarnung wegen Behinderung von Masepin

Erklärt: Darum keine Strafe gegen Lewis Hamilton

Aufatmen bei Lewis Hamilton: Der siebenmalige Weltmeister ist beim Formel-1-Wochenende in Dschidda in Saudi-Arabien ohne Strafe davongekommen. Das teilten die Rennkommissare kurz vor Beginn des Qualifyings mit.

Hamilton wurden von den Stewards gleich zwei Vergehen zur Last gelegt. Zum einen soll er im dritten Freien Training in einer Situation doppelt-gelbe Flaggen ignoriert haben. Zum anderen musste sich der Mercedes-Pilot wegen der Szene mit Nikita Masepin einige Minuten später erklären.

Ein Gelbvergehen lag aus Sicht der Kommissare allerdings nicht vor, da das Lichtsignal "versehentlich" und "für weniger als eine Sekunde" aktiviert worden war, heißt es in der Begründung. Es habe kein Verstoß vorgelegen, da dem Fahrer kein Flaggen- oder Lichtsignal gezeigt worden war. Es sei weder auf dem Dashboard des Lenkrads noch sonstwo angezeigt gewesen.

Die Szene war in den TV-Bildern auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Konkret ging es um eine Situation in Kurve acht, als kurz ein gelbes Lichtsignal aufblitzte, aber schnell wieder verschwand.

Verwarnung wegen Behinderung von Masepin

Für die Situation mit Masepin erhielt Hamilton eine Verwarnung, seine zweite in dieser Saison. Der 36-Jährige hatte den Russen massiv auf dessen schneller Runde im Training behindert, nur knapp konnte der Haas-Pilot noch ausweichen und einen Unfall verhindern. Das Haas-Team selbst hatte sich direkt danach in Person von Teammanager Mark Lowe bei Rennleiter Michael Masi erkundigt.

Masis Reaktion: "Überhaupt nicht gut. Ich werde das mit dem Team direkt klären. Und ich habe auch mit den Leuten hier gesprochen, denn es wurden in dem Sektor keine Flaggen gezeigt, weder für Nikita noch für Lewis." Hamilton war erst spät von seinem Renningenieur Peter Bonnington über den heranrauschenden Haas informiert worden. Mercedes erhielt als Team eine Geldstrafe von 25.000 Euro.

In der Begründung heißt es: "Der Fahrer erhielt eine zehnsekündige Warnung, dass Auto Nr. 9 von hinten kommt. Aufgrund eines Kommunikationsfehlers des Teams erhielt er keine weitere Warnung, als Auto Nr. 9 direkt hinter ihm war."

Fehler eher beim Team

Zudem ließen die Stewards mildernde Umstände für Hamilton gelten. "Die Sportkommissare erkennen an, dass diese Rennstrecke für die Fahrer eine Herausforderung darstellt in Bezug auf die Verwendung ihrer Spiegel als Methode zur Bestimmung des Heranfahrens überholender Fahrzeuge", schreiben sie.

Obwohl es "letztlich in der Verantwortung des Fahrers liegt, Behinderungen zu vermeiden, muss sich der Fahrer auf dieser Strecke auf eine effiziente Kommunikation mit dem Team verlassen. Dies war in diesem Fall nicht gegeben und dementsprechend wird die Strafe gegen den Wettbewerber verhängt", heißt es abschließend.

Somit bleibt die nächste dramatische Wendung in der WM zunächst aus. Erst in Katar hatte Hamiltons Rivale Max Verstappen ebenfalls Doppelgelb ignoriert, allerdings im Qualifying. Damals hatte es keine offiziellen Lichtzeichen gegeben, nur ein einzelner Sportwart hatte das Flaggensignal gezeigt. Anders als nun bei Hamilton existierte aber eben dieses Signal.

Verstappen wurde mit einer Strafversetzung von fünf Plätzen belegt, konnte diese Strafe im Rennen aber schnell wettmachen und fuhr als Zweiter ins Ziel.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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