Formel 1 Austin

Rennkommissar "mongoloid": Max Verstappen sorgt für Eklat

Eklat um Max Verstappen nach dem Grand Prix der USA: Der aufgebrachte Red-Bull-Pilot leistete sich vor laufender Kamera eine verbale Entgleisung und bezeichnete Rennkommissar Gary Connelly als "mongoloid".

Sven Haidinger Erwin Jaeggi

Veröffentlicht: 24.10.2017, 14:37

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Max Verstappen, Red Bull

Max Verstappen, Red Bull Racing RB13

Max Verstappen, Red Bull, at the drivers parade

Max Verstappen, Red Bull Racing RB13

Max Verstappen, Red Bull

Max Verstappen, Red Bull Racing RB13

Max Verstappen, Red Bull Racing RB13

Verstappen benutzte dabei das niederländische Wort "Mongool". Eine diskriminierende Äußerung, die auf das Down-Syndrom anspielt, das auch im deutschen Sprachraum als Mongolismus bekannt ist, auch wenn der Begriff heute nicht mehr gebräuchlich ist.

Verstappen war nach einem beeindruckenden Rennen vom Ende des Feldes von den Rennkommissaren bestraft worden, weil er laut deren Ansicht neben der Strecke Kimi Räikkönen überholt hatte. Der 20-Jährige war bereits auf dem Weg zum Siegerpodest, als er von der Entscheidung erfuhr, die ihn um Platz drei brachte. Der Australier Connelly, sein tschechischer Kollege Radowan Novak und Ex-Formel-1-Pilot Mika Salo wurden für die Entscheidung scharf kritisiert, da sie das gesamte Rennen lang kaum Wert auf die Tracklimits gelegt hatten.

Max Verstappens Vater Jos Verstappen unterstellte ihnen sogar Parteinahme und bezeichnete den Automobilweltverband FIA auf Twitter als "Ferrari International Assistence". Max Verstappen stieß die Entscheidung auch deswegen sauer auf, weil er vor einem Jahr in Mexiko durch die gleichen Rennkommissare eine Fünf-Sekunden-Strafe erhielt, weil er im direkten Duell zu spät bremste, durch die Auslaufzone musste und seinen Platz weiter verteidigte.

Verstappen rudert zurück

Connelly wolle ihn "immer bestrafen", schimpfte Verstappen. "Solche Rennkommissare sollen sich das Rennen zu Hause auf der Couch anschauen." Dass er den Australier, der im FIA-Weltrat sitzt und bereits seit 1989 als Rennkommissar agiert, als "Mongoloiden" bezeichnete, sorgt nun für Aufregung, auch wenn Schimpfwörter in den Niederlanden im täglichen Sprachgebrauch gängiger sind als in Deutschland und selbst im Fernsehen nicht durch einen Piepton unterdrückt werden.

Dennoch wurde Verstappen selbst im niederländischen Fernsehen auf seine Äußerung angesprochen. Seine Erklärung? "Im Eifer des Gefechts sagt man so manche Dinge, aber ich habe es natürlich nicht böse gemeint", rudert er in der Sendung "Peptalk" auf 'Ziggo Sport' zurück. "In diesem Moment platzt es aus einem heraus. Ich wollte damit niemanden verletzen."

Verstappen ärgert sich über Strafensystem

Als er im Warteraum vor der Podestzeremonie von der Entscheidung erfuhr, dachte er sich laut eigenen Angaben: "Oh, jetzt sind wir wieder soweit..." Natürlich sei er verärgert gewesen, "aber für mich war es trotzdem ein gutes Rennen. Ich dachte mir, dass wir uns das Podest jetzt vielleicht teilen müssen."

Auch Gespräche mit Connelly würden nichts bringen, denn die Entscheidung sei nun mal gefallen und man könne nichts dagegen tun. Dabei wollen viele Piloten eine Änderung des Systems, meint der Niederländer. "Das war nicht korrekt, und es ist verrückt, dass man nichts dagegen tun kann. Wir werden darüber sprechen."

Mehr zum Thema:

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Ross Brawn: Formel 1 bezüglich zukünftiger Ausrichtung "am Scheideweg"

Nächster Artikel Toto Wolff: Was Hamilton seit Ungarn besser macht als Bottas

Mehr von

Sven Haidinger



"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht": Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

DTM

DTM

Hockenheim

2 h

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht": Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?



"Wäre beschissen": Marco Wittmann droht wegen Rennkalender das DTM-Aus

DTM

DTM 23 h

"Wäre beschissen": Marco Wittmann droht wegen Rennkalender das DTM-Aus



Preining jetzt in elitärem Klub: Welche acht Piloten holten mehrere DTM-Titel?

DTM

DTM 2 T.

Preining jetzt in elitärem Klub: Welche acht Piloten holten mehrere DTM-Titel?

Mehr von

Max Verstappen



Austin: Das muss jeder Titelkandidat tun, um im WM-Rennen zu bleiben

Formel 1

Formel 1

Austin

1 h

Austin: Das muss jeder Titelkandidat tun, um im WM-Rennen zu bleiben



Red Bull dominiert: Warum Ferrari nicht an eine Wachablösung glaubt

Formel 1

Formel 1 2 h

Red Bull dominiert: Warum Ferrari nicht an eine Wachablösung glaubt



Gigantenduell Valentino Rossi vs. Max Verstappen: Ungleicher GT3-Kampf

GTWC Endurance

GTWC Endurance 5 h

Gigantenduell Valentino Rossi vs. Max Verstappen: Ungleicher GT3-Kampf

Mehr von

Red Bull



Der kühle Kopf bei Red Bull: Günther Steiner lobt Teamchef Laurent Mekies

Formel 1

Formel 1 6 h

Der kühle Kopf bei Red Bull: Günther Steiner lobt Teamchef Laurent Mekies



Christian Horner verrät: So schnappte er Mercedes die besten Mitarbeiter weg

Formel 1

Formel 1 16 h

Christian Horner verrät: So schnappte er Mercedes die besten Mitarbeiter weg



Red-Bull-Zukunft in der F1: Mekies verlängert um fünf Jahre als Teamchef

Formel 1

Formel 1 17 h

Red-Bull-Zukunft in der F1: Mekies verlängert um fünf Jahre als Teamchef

Aktuelle News



M-Sport zeigt neuen Ford Fiesta für die WRC 2027: Das ist anders

Rallye-WM

WRC Rallye-WM 32 Min.

M-Sport zeigt neuen Ford Fiesta für die WRC 2027: Das ist anders



Ducati stellt klar: Motorrad wurde nicht nur für Marc Marquez entwickelt

MotoGP

MGP MotoGP 37 Min.

Ducati stellt klar: Motorrad wurde nicht nur für Marc Marquez entwickelt



Austin: Das muss jeder Titelkandidat tun, um im WM-Rennen zu bleiben

Formel 1

F1 Formel 1

Austin

1 h

Austin: Das muss jeder Titelkandidat tun, um im WM-Rennen zu bleiben



Teambosse bewerten neues MotoGP-Format: Kompromiss für mehr Action

MotoGP

MGP MotoGP 2 h

Teambosse bewerten neues MotoGP-Format: Kompromiss für mehr Action

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren