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"Verstappen-Manöver": Grosjean entschuldigt sich bei Ricciardo

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"Verstappen-Manöver": Grosjean entschuldigt sich bei Ricciardo
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Haas-Pilot Romain Grosjean wurde für seine "Verstappen-Manöver" im Grand Prix von Großbritannien verwarnt und kritisiert - Im Nachhinein versteht er warum

Romain Grosjean stand im Grand Prix von Großbritannien für seine aggressive Fahrweise im Zweikampf in der Kritik. Der Franzose verteidigte sich und erklärte, er habe die "Verstappen-Technik" angewandt. Mit ein wenig mehr Abstand muss er aber nun selbst zugeben: Das Manöver gegen Ricciardo war an der Grenze.

"Ich habe nun die Aufnahmen gesehen und ich stimme Daniel zu, ich habe mich zu spät bewegt", erklärt Grosjean am zweiten Silverstone-Rennwochenende. Der Haas-Pilot lag aufgrund einer alternativen Strategie überraschend stark in den Top 10 am vergangenen Sonntag.

Mit einer aggressiven Verteidigungslinie im Zweikampf gegen Daniel Ricciardo und Carlos Sainz wollte er seine Position schützen, was ihm allerdings nicht gelang - und ihm außerdem eine Warnung der FIA einbrachte. "Ja, ich habe mich hart verteidigt, das ist mein Job."

Sainz: Grosjean-Manöver waren "inakzeptabel"

Er habe dabei immer versucht, innerhalb des Reglements zu bleiben. "Die Manöver waren nicht in der Bremsphase, das war noch auf der Geraden", erklärt der Haas-Pilot seine Sicht der Dinge. Zuvor war er für seine späten Manöver kritisiert worden, die an Max Verstappen erinnerten.

Der Niederländer war zu Beginn seiner Karriere mehrfach für sein Fahrverhalten in der Bremszone ermahnt worden, die FIA führte gar eine eigene Regel dafür ein. Seit 2017 wurde diese gegen eine allgemeinere Formulierung im Sportlichen Reglement ersetzt.

"Ich hatte immer vor, dem anderen Auto genügend Platz zu lassen. Aber er weiß natürlich nicht, wann ich mich bewege. Ich bin zu spät rübergezogen, das war ein wenig zu spät", kann Grosjean nachvollziehen. Doch nicht nur Ricciardo war unglücklich über das Fahrverhalten des Haas-Piloten.

 

Foto: Andy Hone / Motorsport Images

McLaren-Pilot Sainz nannte das Manöver "inakzeptabel". Denn: "Aus Fahrersicht ist es egal, wenn man hinter jemandem fährt, ob der Platz lässt oder nicht. Man darf einfach nicht auf das Verhalten des Hintermannes reagieren."

Stattdessen müsse sich der Vordermann auf eine Verteidigungslinie festlegen und nicht darauf reagieren, was der Pilot hinter ihm macht. "Er hat ganz klar darauf gewartet, dass ich mich entscheide, um mich von der Strecke zu drängen. Das ist inakzeptabel."

Sollten die grenzwertigen Manöver von Grosjean im Fahrermeeting am Freitag zur Sprache kommen, werde Sainz dem Franzosen die Meinung sagen: "Ich glaube, er würde mir zustimmen, wäre er in meiner Position gewesen. Obwohl er das in den Medien wohl nicht zugeben würde."

Grosjean musste "ein wenig kreativ werden"

Sainz glaubt, dass Grosjean sein Fehlverhalten bewusst ist. "Er weiß wohl, dass es nicht korrekt war." Doch der 34-Jährige findet die Szene mit dem Spanier "nicht so schlimm". Schließlich habe er ihm noch genügend Platz gelassen.

"Wir fahren nicht jeden Tag in den Top 5 und ich will das Beste fürs Team geben. Ich denke, ein Move war an der Grenze, aber beim ersten habe ich ziemlich viel Platz gelassen." Aufgrund der schwachen Power des Ferrari-Motors müsse er eben auf den Geraden noch härter kämpfen.

"Wir wissen, dass wir auf den Geraden keine Stärke ausspielen können, wenn ein Auto hinter uns fährt. Wir müssen uns verteidigen und ein wenig kreativ werden", umschreibt Grosjean. Er bereue sein Rennen nicht, betont er.

 

"Mit Daniel war es an der Grenze. Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber wir haben nicht die besten Rückspiegel der Welt", merkt er außerdem an. Dass ihm die schwarz-weiße Flagge als Verwarnung gezeigt wurde, begrüßt er. "Das ist eine gute Idee, die in diesem Jahr wieder eingeführt wurde."

Denn die Flagge gebe den Piloten ein Gefühl dafür, "was richtig und falsch" ist. Zwar sei die Flagge für das Sainz-Manöver nicht notwendig gewesen, aber definitiv für das Ricciardo-Manöver, meint Grosjean. Der Australier selbst sprach ebenso von einem "unklaren" und ein wenig "fragwürdigen" Manöver.

"Als er die Wiederholungen unserer Onboard-Aufnahmen gesehen hat, war ihm klar, dass es knapp und ein wenig zu spät war", glaubt Ricciardo. "Wenn man sich verteidigt, dann muss man sich zuerst entscheiden, dann sauber durchziehen. Man sollte einfach die Graubereiche vermeiden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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