Verstappen will nicht mehr reden - außer über den neuen Teamkollegen!

Max Verstappen ist vor dem Auftakt der Formel-1-Saison 2021 vorsichtig optimistisch, unter anderem wegen der Erfahrung, die Sergio Perez bei Red Bull einbringt

Verstappen will nicht mehr reden - außer über den neuen Teamkollegen!

Max Verstappen, so heißt es zumindest in der Gerüchteküche der Formel 1, soll in den vergangenen beiden Jahren nicht immer hundertprozentig glücklich darüber gewesen sein, in welchem Ausmaß sich seine Teamkollegen (erst Pierre Gasly, dann Alexander Albon) in die Weiterentwicklung des Teams und das Feintuning des Set-ups am Rennwochenende eingebracht haben. Das ist 2021, mit Sergio Perez an seiner Seite, offenbar ganz anders.

Der 31-jährige Mexikaner hat 191 Grands Prix und zehn Jahre Formel 1 auf dem Buckel und gilt insbesondere hinsichtlich seiner Rennabstimmungen als einer der ausgebufftesten Fahrer im gesamten Starterfeld ("Reifenflüsterer"). Und spricht man Verstappen darauf an, ob Perez diesbezüglich einen Unterschied bewirken kann, strahlt der Niederländer Zuversicht aus.

Zuallererst, weicht Verstappen einer entsprechenden Frage von 'Motorsport-Total.com' aus, müsse Red Bull mit Perez zufrieden sein und nicht er, sagt er vor dem Saisonauftakt 2021 in Bahrain (ANZEIGE: Hol dir die komplette Formel 1 und den besten Live-Sport mit Sky Q oder streame flexibel mit Sky Ticket. Ganz ohne Receiver.). "Aber ich kenne 'Checo' seit vielen Jahren, und jetzt, wo wir Teamkollegen sind, lerne ich ein bisschen besser kennen, wie er arbeitet. Das läuft bis jetzt ganz gut."

Verstappen strahlt regelrecht, wenn er sagt: "Unser Feedback über das Auto geht bis jetzt in die gleiche Richtung. Ich hoffe, die Richtung stimmt auch! Es ist immer hilfreich, seine Insights zu hören, basierend auf seiner Erfahrung bei anderen Teams. Ich hoffe, dass wir jetzt als Team viel mehr Punkte sammeln und Mercedes jedes Wochenende unter Druck setzen können."

Wie sich Perez bei Red Bull einbringen soll

Mit Gasly und Albon an seiner Seite war Verstappen meist Alleinkämpfer gegen Lewis Hamilton und Valtteri Bottas. Das soll 2021 anders werden. Perez' Auftrag ist, sich in die Weiterentwicklung des Teams einzubringen - und im Idealfall so nahe an Verstappen dran zu sein, dass Mercedes zum Beispiel in Sachen Rennstrategie durch das zweite Auto unter Druck gesetzt werden kann.

 

Perez hat zwar schon bei den Wintertests festgestellt, dass Verstappen "ein sehr schneller Fahrer" ist, "und er kennt das Auto natürlich sehr gut." Das sei eine gute Referenz für ihn. Einschüchtern lässt er sich vom vermeintlich übermächtigen Teamkollegen aber nicht: "Grundsätzlich ist es so, dass ich Max schlagen möchte. Und Max mich natürlich auch."

"Das kann für das Team nur gut sein", sagt Perez. "Wir wollen das Team voranbringen, und wenn sich zwischen uns ein Wettbewerb entwickelt, kann das Team davon nur profitieren. Ich glaube, dass wir beide reif genug und lang genug dabei sind, damit gut umzugehen. Und für meinen Teil hoffe ich, dass ich Max unter Druck setzen kann, dass wir beide daran wachsen und das Team so vorankommt."

WM-Favorit? Da wird Verstappen wortkarg!

Wenn's allerdings um die angebliche Favoritenrolle von Red Bull zum Saisonbeginn 2021 geht, wird Verstappen wortkarg. Von großen Reden hält der 23-Jährige nicht viel - er lässt lieber Ergebnisse auf der Rennstrecke sprechen: "Das wiederhole ich doch seit Wochen: Wir werden sehen", antwortet er leicht genervt auf die Frage, ob Red Bull nun eher zu favorisieren sei als Mercedes.

"Bisher ist alles glatt gelaufen. Das ist das, was man sich von einem Test wünscht", sagt Verstappen. "Vor allem, wenn so wenig Zeit ist. Du hoffst, dass es genau so läuft, und ja, damit sind wir sehr zufrieden." Ob das Auto besser ist als 2020, sei aber "schwer zu sagen". Positiv vermerkt er: "Trotz der Regeländerungen am Unterboden ist es ziemlich berechenbar. Das war das Wichtigste."

Darüber hinaus hat der Niederländer sichtlich wenig Lust, sich mit dem bevorstehenden Rennwochenende zu befassen (Formel 1 2021 live im Ticker!). "Wir werden nicht Letzter sein", sagt Verstappen etwa, aber ob der RB16B das beste Auto sei, das er je hatte, das werden "erst die nächsten Tage zeigen".

Kurze Antworten, die zu einer Nachfrage führen: Warum nervt der Favoritenstatus Red Bull offenbar so sehr? "Weil es komplett egal ist", winkt Verstappen ab. "Es kommt nur dann auf die Performance an, wenn es Punkte dafür gibt. Bis dahin konzentrieren wir uns auf unsere Aufgaben und bleiben ruhig. Alles andere lenkt nur ab. Und es ist wichtig, dass wir konzentriert sind."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Sachir
Subevent Pre-Events
Fahrer Sergio Perez , Max Verstappen
Teams Red Bull
Urheber Christian Nimmervoll