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Mit einem Antrag auf Überprüfung geht Alpine gegen die Formel-1-Strafen von Monaco vor: Neue Daten sollen den Fall erneut aufrollen

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Pierre Gasly im Alpine A526 beim Grand Prix von Monaco 2026

Foto: LAT Images

Formel-1-Team Alpine hat beim Automobil-Weltverband (FIA) einen "Antrag auf Überprüfung" (Englisch: Right of Review) eingereicht, weil es die beiden Zeitstrafen gegen Pierre Gasly beim Grand Prix von Monaco "nicht versteht". Das erklärte Alpine-Teamchef Steve Nielsen nach dem Rennen.

Nielsen sagte: "Wir verstehen auch nicht, warum so viele Teams betroffen waren. Ich glaube, es gab insgesamt sechs Verstöße: drei von unserem Team, einen von Ferrari, einen von McLaren und einen von Mercedes. Das ist sehr, sehr ungewöhnlich."

"Eine solche Zahl würde man normalerweise über eine ganze Saison hinweg erwarten. Stattdessen haben wir sie in nur einem einzigen Rennen gesehen. Deshalb haben wir bei der FIA einen sogenannten Antrag auf Überprüfung gestellt."

Was sich Alpine von der Neubewertung verspricht

Der entscheidende Punkt dabei ist: In diesem Prozess kann Alpine neue, relevante Daten und Beweise vorlegen. "Wir können uns dann mit der FIA zusammensetzen, um genau nachzuvollziehen, wie sie zu dem Schluss gekommen ist, dass wir das Tempolimit in der Boxengasse überschritten haben. Denn wir sind der Meinung, dass wir das nicht getan haben."

"Gleichzeitig sind wir aber offen dafür, uns vom Gegenteil überzeugen zu lassen, falls wir tatsächlich einen Fehler gemacht haben", erklärte Nielsen. "Es geht also um einen offenen Austausch mit der FIA darüber, was wir möglicherweise anders hätten machen können - oder vielleicht auch darüber, was die FIA anders hätte machen können."

Das unterscheidet den Antrag auf Überprüfung von einem Protest oder einer Berufung. Ein Team kann Protest einlegen, wenn es einen Regelverstoß vermutet. Wenn es dagegen eine Entscheidung der Sportkommissare für falsch hält, kann es den Fall vor das FIA-Berufungsgericht bringen. Im konkreten Fall beantragt Alpine lediglich eine Neubetrachtung.

Noch kein Zeitplan für Alpine-Entscheidung

Doch wann sich die FIA nochmals mit dem Fall Gasly befassen wird, ist offen. "Das wird wahrscheinlich in den kommenden Tagen oder vielleicht sogar Wochen stattfinden", sagte Nielsen. "Die Zeit wird zeigen, wie sich die Sache entwickelt."

Der Weltverband hat inzwischen einen technischen Fehler bei der Geschwindigkeitsmessung in der Boxengasse ausgeschlossen.

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