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Verstöße gegen Finanzregeln: Binotto stellt Wolff-Aussagen klar

Toto Wolff meinte, dass drei Teams gegen sportliche Strafen beim finanziellen Reglement seien, doch Mattia Binotto will vor einer Zustimmung erst Klarheit

Verstöße gegen Finanzregeln: Binotto stellt Wolff-Aussagen klar

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto möchte mögliche sportliche Bestrafungen für Verstöße gegen das Finanzielle Reglement der Formel 1 geklärt wissen, bevor sein Team die formelle Zusage gibt. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte am Wochenende gemeint, dass drei Teams gegen sportliche Strafen sind - diese wurden später als Ferrari, Red Bull und AlphaTauri bekannt.

"Drei Teams haben dagegen gestimmt. Sie würden zwar eine Geldstrafe bezahlen, aber sie wollen keine Sportstrafen. Das ist schon ein wenig eigenartig", meinte der Österreicher.

Binotto weiß jedoch nicht, worauf sich Wolffs Behauptung bezieht, denn eine formale Abstimmung habe es beim Treffen der Formel-1-Kommission bislang gar nicht gegeben. Laut dem Italiener habe es nämlich bereits im Vorfeld des Meetings "keine Einstimmigkeit in Bezug auf sportliche Strafen" gegeben.

Daher hätten die drei Teams beim Treffen der Kommission klargestellt, dass sie erst größere Klarheit haben wollen, bevor sie für sportliche Strafen beim Überschreiten der Budgetgrenze stimmen.

"Der Text oder das Wording, das zur Formel-1-Kommission gebracht wurde, enthielt keine sportlichen Angelegenheiten", betont Binotto. "Der Punkt wurde in der Kommission aber besprochen, selbst wenn es keine Abstimmung gab."

"Er wurde diskutiert, und ein paar Teams - inklusive Ferrari - haben gemeint, dass wir erst ein paar Deadlines festlegen sollten, um sicherzustellen, dass alles klar ist und wir neben den finanziellen Strafen auch sportliche Strafen bei Verstößen anwenden können", so der Ferrari-Teamchef.

Binotto hofft, dass die Angelegenheit sehr bald geklärt ist, damit die Teams abstimmen können. Ferrari sei dabei auch nicht anderer Meinung als Mercedes: "Sobald wir Klarheit haben, können wir ein e-Vote abhalten und sicherstellen, dass es sportliche Strafen gibt." Im Grunde seien sich dabei alle Teams einig. "Ich denke nicht, dass wir gegensätzliche Positionen haben."

Für Verstöße gegen das Finanzielle Reglement könnten die Regelhüter dann finanzielle Strafen, kleine sportliche Strafen, große sportliche Strafen oder eine verstärkte Überwachung verhängen. Das könnte etwa den Abzug von WM-Punkten, eingeschränkte Testmöglichkeiten oder die Reduktion der Budgetgrenze beinhalten. Im schlimmsten Fall droht sogar der WM-Ausschluss.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Teams Ferrari
Urheber Norman Fischer