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Vettel bedauert Hülkenberg-Aus: "Kasse" statt "Klasse" entscheidend

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel findet das Formel-1-Aus von Landsmann Nico Hülkenberg "schade" - Der Deutsche hofft auf einen Wandel auf dem Fahrermarkt

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Vettel bedauert Hülkenberg-Aus: "Kasse" statt "Klasse" entscheidend

Sebastian Vettel wird 2020 der einzig verbliebene Deutsche im Formel-1-Fahrerfeld sein. Der Heppenheimer bedauert diesen Umstand und weist auf die unfairen Verhältnisse auf dem Fahrermarkt hin. Ein Opfer dieses Marktes ist Nico Hülkenberg, der in Abu Dhabi sein vorerst letztes Rennen bestritten hat. "Es ist schade", findet Vettel.

"Ich bin mit ihm Rennen gefahren, seit ich mich erinnern kann. Schon als Kind und Jugendlicher. Wir haben uns immer duelliert", kommentiert der Ferrari-Pilot den Abschied des Emmerichers aus der Königsklasse. Beide sind Jahrgang 1987 und kennen sich bereits seit den Juniorkategorien.

"Er wird auf jeden Fall fehlen", weiß Vettel und setzt erneut zu einer Kritik am Fahrermarkt an: "Ich glaube er hat die Klasse, um hier zu fahren. Aber leider ist die Klasse nicht immer entscheidend, sondern auch die Kasse." Nachdem Hülkenberg bei Renault keine Vertragsverlängerung bekam, kam er auch bei Alfa Romeo, Haas und Williams nicht unter.

Viele Teams setzen lieber auf Bezahlfahrer, die mehrere Millionen mitbringen - oder auf die Nationalität, wie im Falle von Esteban Ocon bei Renault. "Ich hoffe, dass sich in der Hinsicht der Sport wieder ändert und gesünder wird. Das Verhältnis passt im Moment nicht", weiß der Deutsche um den Umstand.

Er hat selbst miterlebt, wie in seinem ersten Weltmeisterjahr 2010 noch sieben Formel-1-Fahrer aus Deutschland am Start standen: Nico Rosberg, Michael Schumacher, Timo Glock, Nick Heidfeld, Adrian Sutil, Hülkenberg und er selbst. 2020 wird nur noch Vettel übrig sein.

"Wir Fahrer können da relativ wenig machen, als es auszusprechen. Das haben wir oft genug getan. Manchmal hat man es ignoriert, manchmal hat man es wahrgenommen. Es ist schade, dass er keinen Sitz bekommen hat. Ich wünsche ihm alles Gute und vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass er relativ bald wieder zurückkommt."

Mit Bildmaterial von LAT.

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