Vettel kämpft mit Untersteuern: "Sonst wäre mehr drin gewesen"

Sebastian Vettel ist mit seinem zehnten Platz recht zufrieden, hätte ohne Probleme mit den Reifen aber auch ein besseres Ergebnis haben können - Punkte als Ziel

Vettel kämpft mit Untersteuern: "Sonst wäre mehr drin gewesen"

Sebastian Vettel und Aston Martin haben sich eine ordentliche Ausgangsposition für den Großen Preis von Ungarn gesichert. Der viermalige Weltmeister konnte auf dem Hungaroring in Q3 einziehen, fuhr dort allerdings die langsamte Zeit, sodass es für ihn am Ende Startplatz zehn gab - 35 Tausendstelsekunden hinter Fernando Alonso.

"Ich denke, dass der neunte Platz möglich gewesen wäre, aber realistisch ist der zehnte Platz das, was wir verdient haben", sagt Vettel, ist damit aber durchaus zufrieden. Ein bisschen schwer tat sich Vettel allerdings damit, das richtige Gefühl für die Vorderreifen zu bekommen, was sich in etwas Untersteuern niederschlug.

"Das haben wir heute nicht ganz in den Griff bekommen, sonst wäre vielleicht ein Tick mehr drin gewesen", so Vettel. Für das Rennen morgen sei das aber kein großes Thema: "Ich glaube, da geht es mehr um eine Runde. Für morgen schauen wir mal, was drin ist."

Vettel muss am Sonntag auf seinen weichen Reifen aus Q2 starten. Zwar dürften die bei den erwartet heißen Temperaturen rasch einknicken, doch am Start sieht er sich dabei im Vorteil - obwohl alle Piloten vor ihm auf den weichen Reifen starten, mit Ausnahme Mercedes.

"Wir werden sehen, wie lange sie halten. Gestern haben sie ganz gut funktioniert, aber wir müssen noch schauen, ob eine Einstopp-Strategie mit dem Soft möglich sein wird", so der Deutsche, der Punkte für möglich hält: "Ich glaube, überholen wird schwer. Von der Pace sind wir ungefähr da, wo wir hingehören. Also probieren wir den Platz zu halten."

Teamkollege Lance Stroll hadert nach dem guten Eindruck aus Q1 etwas mit seinem zwölften Startplatz, hat dafür aber zu Beginn freie Reifenwahl: "Wir werden eine andere Strategie als die Top 10 in Erwägung ziehen können", sagt er. "Der Drop-off im letzten Sektor zeigt, dass Abbau morgen ein Faktor werden könnte. Alles kann passieren, von daher sind Punkte immer noch erreichbar. Das ist unser Ziel."

Ähnlich sieht es auch Teamchef Otmar Szafnauer: "Wir haben eine gute Ausgangsposition, um mit beiden Autos beim morgigen Großen Preis von Ungarn in die Punkte zu fahren", sagt er. "Die geteilte Strategie gibt uns nützliche Optionen, die wir heute Nachmittag und Abend analysieren werden."

"Sebastian wird versuchen, seinen zehnten Startplatz zu festigen, und Lance, der in diesem Jahr schon einige fantastische Aufholjagden gefahren ist, wird versuchen, von Platz zwölf aus so viele Plätze wie möglich gutzumachen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Gasly auf P5: Jetzt muss ihm Franz Tost einen Ferrari besorgen!
Vorheriger Artikel

Gasly auf P5: Jetzt muss ihm Franz Tost einen Ferrari besorgen!

Nächster Artikel

Russell: "Heute hat eher das Auto mich gefahren!"

Russell: "Heute hat eher das Auto mich gefahren!"
Kommentare laden