Vettel stärkt Szafnauer den Rücken: "Ist eine Schlüsselfigur im Team"

Sollte Teamchef Otmar Szafnauer Aston Martin wirklich in Richtung Alpine verlassen, wäre das für Sebastian Vettel eine traurige Nachricht

Vettel stärkt Szafnauer den Rücken: "Ist eine Schlüsselfigur im Team"

Sebastian Vettel hat am Donnerstag vor dem Grand Prix von Sao Paulo (Freitags-Qualifying ab 20:00 Uhr im Formel-1-Liveticker) offenbart, dass Teamchef Otmar Szafnauer "instrumental" für seinen Wechsel von Ferrari zu Aston Martin war: "Otmar hat den Kontakt hergestellt und die ersten Gespräche mit mir geführt, und mich dann auch dem Team vorgestellt", verrät der viermalige Weltmeister.

Hintergrund dafür, dass Szafnauer plötzlich in den Schlagzeilen steht, sind Gerüchte, wonach er von Aston Martin zu Alpine wechseln könnte, offenbar als Nachfolger für Rennleiter Davide Brivio, den es seinerseits zurück in die MotoGP zieht. Vettel konnte zu diesen Gerüchten am Donnerstag allerdings nichts sagen: "Ich habe das auch gerade erst gehört. Ich weiß nicht, was da passiert."

Szafnauer selbst hat sich am Donnerstagabend mit einem Statement auf Instagram zu Wort gemeldet und die Medienberichte über einen Teamwechsel als "sensationalisiert" bezeichnet. Er spricht von einer "Spirale der Fehlinformation", daher habe er sich entschieden, die Gerüchte proaktiv als "pure Medienspekulationen, die nicht auf Tatsachen basieren", zu kommentieren.

Was Szafnauer in seinem "Dementi" nicht sagt, wenn man es genau liest: Dass er nicht zu Alpine wechseln wird. Auch die beiden betroffenen Teams, Aston Martin und Alpine, hatten die Informationen auf Anfrage nicht als unwahr dementiert, sondern lediglich erklärt, es handle sich dabei um Spekulationen, und Spekulationen kommentiere man nicht.

Für Vettel wäre ein etwaiger Wechsel Szafnauers auf der menschlichen Ebene bedauerlich. Er sagt: "Ich komme super mit Otmar aus. Das war schon immer so - er ist ja schon lang dabei. Und wir hatten immer ein sehr direktes Verhältnis."

"Jeder, der Otmar kennt, weiß, dass er ein sehr liebenswürdiger Kerl ist, und mit dem Hintergrund, den er hat, auch ein sehr smarter und kluger Ingenieur. Er war in der Vergangenheit eine Schlüsselfigur in diesem Team, und das ist er auch immer noch", unterstreicht Vettel.

Etwas mehr Licht ins Dunkel könnte die Freitags-Pressekonferenz bringen, zu der Szafnauer in Sao Paulo eingeladen ist. Was dort gesagt wurde und wie die Aussagen am ehesten zu werten sind, wird am Freitagabend (nicht vor 22:00 Uhr) Thema im Formel-1-Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de sein.

Was seine sportlichen Chancen in Sao Paulo betrifft, rechnet Vettel indes nicht mit Überraschungen: "Ich denke, wir kämpfen gegen die üblichen Verdächtigen. Ich erwarte weder nach vorn noch nach hinten große Ausschläge. Wird schon passen."

"Hoffentlich sind wir wieder auf dem Niveau, dass wir zumindest um die hinteren Punkteränge fahren. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass wir hier wieder ein normaleres Rennwochenende erleben. Mexiko war eine eigene Strecke, mit eigenen Bedingungen. Aber ich glaube, hier haben wir eine recht gute Chance auf Punkte", sagt der WM-Zwölfte.

(ANZEIGE: Um 16:30 Uhr geht's los mit dem Freien Training in Brasilien. Wenn Du jetzt kurzentschlossen Lust hast, es live zu sehen, hol Dir ein Sky-Ticket für unkompliziertes Livestreaming ohne Receiver!)

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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