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Formel 1 Mexiko-Stadt

Vettel: "Niemand hätte damit gerechnet, dass wir so stark sind"

Ferrari-Star Sebastian Vettel will die Schlussphase der Formel-1-Saison 2017 nicht verbittert über seine dahinschwinden Titelchancen angehen.

Rebecca Friese Dieter Rencken

Bearbeitet: 26.10.2017, 18:58

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Sebastian Vettel, Ferrari

Sebastian Vettel, Ferrari

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Sebastian Vettel, Ferrari walks the track

Sebastian Vettel, Ferrari, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H, crosses the line ahead of Max Verstappen, Red Bull Racing RB13, Kim

Second place Sebastian Vettel, Ferrari, lifts his trophy on the podium

Lewis Hamilton, Mercedes-Benz F1 W08  overtakes Sebastian Vettel, Ferrari SF70H to take the lead

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08, battles with Sebastian Vettel, Ferrari SF70H, at the start of the race

Sebastian Vettel, Ferrari

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H arrives and celebrates in parc ferme

Polesitter Lewis Hamilton, Mercedes-Benz F1 W08 celebrates in parc ferme with Sebastian Vettel, Ferr

Sebastian Vettel, Ferrari

Race winner Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 celebrates on the podium alongside James Allison, Merced

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Mit was für einer Einstellung werden Sebastian Vettel und Ferrari die verbleibenden drei Rennen in diesem Jahr angehen? In Austin feierte Mercedes bereits vorzeitig den Konstrukteurstitel und Vettel selbst braucht noch ein Wunder, um Lewis Hamilton die Weltmeisterschaft streitig zu machen. All die Anstrengung die das Team investiert hat, um den Kampf gegen die silberne Übermacht diesmal spannender zu machen, scheint am Ende vergebens. Aber bei der Scuderia steckt man den Kopf nicht in den Sand.

"Das Team hat Außergewöhnliches geleistet um uns so weit zu bringen", betont Vettel vor dem Mexiko-Grand-Prix. "Wir haben denen, die an uns gezweifelt haben, vom Gegenteil überzeugen können. Ich erinnere mich, dass im Winter noch über Mercedes als Favoriten gesprochen wurde. Es wurde auch viel über Red Bull und andere gesprochen - jedoch nicht so viel über Ferrari. Es war gut, dass wir stark loslegen und das auch halten konnten."

Vergebene Mühe? Nicht doch. Laut dem viermaligen Weltmeister, der sein Glück bewusst in der schwierigen Aufgabe gesucht hat, zusammen mit Ferrari wieder eine Erfolgsgeschichte zu schreiben, war es mindestens eine vielversprechende Saison. Und die soll gebührend beendet werden.

"Niemand hätte damit gerechnet, dass wir so stark sind. Keiner hätte erwartet, dass wir auch noch Mitte der Saison und in der Endphase so stark sind. Schade ist nur, dass es eben ein paar Rennen gab, in denen wir nicht die Chance hatten, mitzukämpfen. Das hat am Ende den Unterschied gemacht. Trotzdem gibt es noch eine geringe Chance und wir wollen die verbleibenden drei Rennen gewinnen - und ich denke, das können wir auch."

Mexiko-Stadt ein besseres Pflaster?

Eine positive Einstellung ist vor allem nach dem USA-Grand-Prix wichtig - ein Wochenende, an dem man sich nach Leistung Mercedes gegenüber geschlagen geben musste. Das Comeback nach drei mehr als unglücklichen Rennen in Asien war nicht geglückt und dementsprechend die Enttäuschung groß. Kann da ausgerechnet die Spaßstrecke in Mexiko-Stadt zum Balsam für geschundene Tifosi-Seelen werden?

"Vor zwei Jahren hatte ich einen Unfall. Im vergangenen Jahr hatten wir den Kampf ums Podium, dass wir dann wieder verloren haben", fasst Vettel zusammen, was wenig ermutigend wirkt. Er betont aber auch: "Ich mag die Strecke. Es ist nicht so einfach, immer alles richtig hinzubekommen. Die Autos sind dort trotz des hohen Abtriebs schwierig zu fahren - ein bisschen wie in Monza. Ich hoffe auf ein sauberes Rennen ohne irgendwelche Probleme und am Ende hoffentlich auf ein verdientes Podium."

Vettel verrät, der SF70H sei in Austin nicht 100 prozentig rund gelaufen, man habe das Problem aber ausfindig machen können. "Auf dem Papier sollte uns die Strecke mehr liegen, als die letzte", sagt er.

Vettel sieht noch eine Chance im Titelkampf

Grund genug, den Titelkampf doch noch einmal aufzunehmen. "Es wäre eine vergebene Chance, wenn wir und hier hinstellen würden mit der Einstellung, wir könnten es gar nicht mehr schaffen. Es gibt eine Chance. Mir ist klar, dass dafür sehr viel zusammenkommen muss. Aber manchmal passieren solche Dinge wirklich. Wir sind hierhergekommen um zu gewinnen und wir haben ein Auto, mit dem wir den Kampf aufnehmen können."

Ferrari krempelt noch einmal die Ärmel hoch - auch für die kommende Saison. "Es gibt sicherlich noch viele Dinge, die wir verbessern können", räumt Vettel ein, merkt jedoch voller Zuversicht an: "Wir wissen, wo wir da ansetzen müssen. Wir wissen um unsere Schwächen. Manche Dinge können wir schnell angehen, andere brauchen mehr Zeit. Aber wenn wir das erst einmal alles gelöst haben, werden wir als noch stärkeres Team hervorgehen, das dazu in der Lage ist, ein noch stärkeres Auto zu bauen."

"Wir arbeiten an diesen Dingen und wachsen dabei als Team. Wir haben da in den vergangenen drei Jahren schon große Fortschritte gemacht und müssen nur weiter in diese Richtung arbeiten."

Die Stimmung im Team sei jedenfalls noch sehr gut. "Abgesehen von den Dingen, die in Hose gegangen sind - das merkt man eigentlich nicht. Die Leute geben nach wie vor Vollgas. Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass die vergangenen Rennen ein bisschen anders ausgegangen wären. Aber ich denke, durch die Bank weg sind alle noch sehr positiv eingestellt und schauen auf die Rennen, die jetzt noch kommen und auf die nächsten Projekte, die vor uns liegen."

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