Vettel-Warnung an die Formel 1: "Herz des Sports nicht verlieren"
Sebastian Vettel versteht die Kritik am neuen Formel-1-Reglement und erklärt, dass es vor allem wichtig sei, dass die Fahrer wieder mehr Spaß im Auto haben
Sebastian Vettel ist noch immer ein gerngesehener Gast in der Formel 1
Foto: LAT Images
Nicht nur viele aktuelle Formel-1-Piloten haben sich noch nicht mit dem neuen Reglement in der Königsklasse angefreundet. Auch mehrere Ex-Fahrer sehen die neuen Regeln kritisch - darunter auch der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel.
Gegenüber SVT Sport hat der ehemalige Red-Bull- und Ferrari-Pilot erklärt, dass er die Kritik von Max Verstappen, Weltmeister Lando Norris und Co. "aus sportlicher Sicht" nachvollziehen könne und sich dieser auch anschließe.
"Es macht wahrscheinlich Spaß, die Autos zu fahren - aber das Racing nicht", so Vettel, der in diesem Zusammenhang eine Warnung ausspricht und erklärt: "Ich sehe es sehr kritisch, dass man die DNA und das Herz des Sports nicht verlieren darf."
In der Formel 1 müsse es immer darum gehen, "den schnellsten Fahrer im schnellsten Auto" zu finden, so Vettel. Doch genau das sehen viele unter dem neuen Reglement nicht mehr gegeben, weil das Energiemanagement eine womöglich zu große Rolle einnimmt.
Selbst im Qualifying können die Fahrer unter dem neuen Reglement nicht mehr Vollgas geben, weil sie darauf achten müssen, ihre Batterie aufzuladen und nicht zu viel Energie zu verbrauchen. Im Rennen ist derweil vielen das Racing zu künstlich.
FIA und Formel 1 haben in dieser Woche auf einige Kritikpunkte reagiert und das Reglement leicht angepasst. Bereits ab dem nächsten Rennen in Miami greifen die Änderungen, von denen Vettel hofft, dass sie vor allem die Fahrer "glücklicher" machen.
"Letztendlich sind die Fahrer die Gesichter des Sports", erklärt Vettel und betont: "Wenn sie aus dem Auto steigen und voller Adrenalin und begeistert sind, dann sind die Leute an den Bildschirmen und auf den Tribünen auch begeistert."
Vettel ging zwischen 2007 und 2022 in der Formel 1 an den Start und fuhr in diesem Zeitraum für BMW-Sauber, Toro Rosso, Red Bull, Ferrari und Aston Martin. Seine erfolgreichste Zeit hatte er bei den Bullen, mit denen er zwischen 2010 und 2013 viermal in Serie Weltmeister wurde.
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