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"Viele Möglichkeiten verpasst": Hat Ferrari die WM 2019 selbst verspielt?

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"Viele Möglichkeiten verpasst": Hat Ferrari die WM 2019 selbst verspielt?
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21.10.2019, 07:08

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto gesteht die Niederlage gegen Mercedes 2019 ein - Es habe jedoch nicht nur am Auto gelegen, man habe auch zu viele Chancen verpasst

Bereits vier Rennen vor Ende sicherte sich Mercedes in Japan beide WM-Titel in der Formel-1-Saison 2019. Den Grundstein legten die Silberpfeile in der ersten Saisonhälfte, als man neun der ersten zehn Rennen gewinnen konnte und dabei sogar sieben Doppelsiege holte. Ferraris Form verbesserte sich erst nach der Sommerpause - doch da war der WM-Zug bereits abgefahren.

"Glückwunsch an sie, es war eine fantastische Saison, sie haben einen fantastischen Job gemacht. Sie hatten das beste Auto und das beste Team", zeigt sich Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bei 'Sky' als fairer Verlierer. Gleichzeitig erinnert er aber auch: "Ich denke, dass wir in dieser Saison viele Möglichkeiten verpasst haben - wie auch [in Japan]. Als Team müssen wir stärker werden."

Denn es war nicht nur die Mercedes-Stärke, die dafür sorgte, dass Ferrari seinen ersten Saisonsieg erst im 13. Rennen feiern durfte - und damit zu spät. Bereits das zweite Saisonrennen in Bahrain hätte Charles Leclerc wohl gewonnen, wenn er kein Problem mit seinem Motor gehabt hätte. Dazu kam ein Dreher von Sebastian Vettel im zweiten SF90.

In der WM schon zur Sommerpause abgehängt

Und auch auf anderen Strecken ließ man vor der Sommerpause Chancen aus. In Baku crashte Pole-Favorit Leclerc beispielsweise im Qualifying, in Montreal überquerte Vettel die Ziellinie als Erster, wurde wegen einer Strafe aber nur als Zweiter gewertet. In Spielberg wurde Leclerc erst auf den letzten Metern von Max Verstappen abgefangen, während Vettel wegen eines Problem nicht an Q3 teilnehmen konnte.

In Hockenheim wurden dann gleich beide Piloten in der Qualifikation von der Technik eingebremst, und im Rennen crashte Leclerc auf nasser Piste in aussichtsreicher Position. Weil Mercedes auf der anderen Seite kaum Fehler machte, war bereits zur Sommerpause absehbar, dass es für die Scuderia auch in diesem Jahr wieder nicht zum WM-Titel reichen würde.

Binotto erklärt jedoch, dass es nicht nur Fehler des Teams beziehungsweise der Fahrer gewesen seien, die 2019 den Titel gekostet haben. "Wir haben das Auto [in diesem Jahr] verbessert, aber wir sind noch immer nicht in allen Bereichen vorne. Wir sind stark auf den Geraden, aber in den Kurven müssen wir uns noch verbessern", erklärt der Ferrari-Teamchef.

SF90 besser, aber noch nicht perfekt

"Außerdem haben wir mehr Reifenabbau, und im Vergleich zu unseren Gegnern fehlt uns etwas Abtrieb und die richtige Balance. Es gibt also noch Bereiche, in denen wir uns verbessern können. Darauf konzentrieren wir uns. In Singapur haben wir mit dem neuesten Paket einen großen Schritt nach vorne gemacht. Aber es hat sich gezeigt, dass wir weiter in diese Richtung arbeiten müssen", so Binotto.

Denn klar ist auch, dass der Mercedes W10 in der ersten Saisonhälfte über weite Strecken das beste Auto war. Erst seit der Sommerpause schafft es Ferrari regelmäßig, das Maximum aus dem SF90 herauszuholen. In den fünf Rennen seit Spa stand man immer auf der Pole-Position und holte drei Siege. Doch auch in den beiden vergangenen Rennen ließ man wieder Chancen aus.

In Russland kostete ein Hybrid-Defekt an Vettels Auto den möglichen Doppelsieg, und zuletzt in Japan startete man von den Plätzen eins und zwei, verlor die Chancen auf den Sieg dann aber gleich beim Start. Für 2020 wird es daher nicht nur darum gehen, ein noch schnelleres Auto zu bauen. Man muss auch deutlich weniger Fehler machen, wenn man Mercedes endlich schlagen möchte.

Mit Bildmaterial von LAT.

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