"Viele positive Seiten": Charles Leclerc spricht über fehlende Privatsphäre
Ferrari-Star Charles Leclerc verrät, warum er die Verlobung mit seiner Partnerin öffentlich gemacht hat und wie er versucht, Privatleben und Rennsport zu trennen
Charles Leclerc mit seiner Verlobten Alexandra Saint Mleux
Foto: NurPhoto NurPhoto
Ferrari-Pilot Charles Leclerc zählt zu den bekanntesten Formel-1-Stars im aktuellen Starterfeld. Der 28-jährige Monegasse lässt die Fans dabei sogar an seinem Privatleben teilhaben und erklärt nun auch, warum er sich entschieden hat, die Verlobung mit seiner Partnerin Alexandra Saint Mleux öffentlich zu machen.
Leclerc machte seiner Freundin im November vergangenen Jahres einen Antrag und teilte die Eindrücke davon in den sozialen Netzwerken, weil es "schön war, einige dieser wirklich positiven Nachrichten zu teilen." Der langjährige Formel-1-Pilot ist mittlerweile weltbekannt.
Sein Aufstieg zur Berühmtheit nahm rasant Fahrt auf, als er vor der Saison 2019 zu Ferrari wechselte, zeitgleich mit dem Popularitätsschub der Formel 1 durch die Netflix-Serie Drive to Survive. Im Laufe der Jahre hat der Monegasse 22,2 Millionen Follower auf Instagram und 3,6 Millionen Follower auf X gewonnen.
Auch wenn Leclerc mittlerweile Abstriche bei seiner Privatsphäre machen musste, betont der 28-Jährige, dass er sich "nicht beklagen" könne. "Am Ende des Tages habe ich einfach unglaubliches Glück, das tun zu dürfen, was ich liebe", sagt er in einem Interview mit Racer.
Charles Leclerc "kann sich wirklich nicht beschweren"
"In dem Team zu fahren, von dem ich immer geträumt habe, und überall so viel Unterstützung zu bekommen", ergänzt der Monegasse. "Ja, es gibt ein bisschen weniger Privatsphäre. Oder man kann Privatsphäre haben, aber man muss sich sehr viel besser organisieren als früher, als ich noch ein ganz normales Leben hatte."
Dennoch möchte der Ferrari-Pilot sein Leben nicht mehr tauschen, denn "es bringt so viele positive Seiten mit sich, dass es kein Problem ist, und ich kann mich wirklich nicht beschweren." Daher war es für ihn auch keine große Frage, die Verlobung mit Partnerin Alexandra Saint Mleux öffentlich zu machen.
Die Trennung zwischen Privatleben und Rennsport fällt jedoch nicht immer leicht. "Es ist eher so, dass man manchmal einfach einen Moment mit seiner Mutter verbringen möchte, ganz normal sein will und ein normales Leben führen möchte - und das ist heute etwas schwieriger."
"Natürlich war die Nachricht von der Verlobung nicht so privat, weil wir sie selbst öffentlich gemacht haben", erklärt Leclerc, der seine positiven Neuigkeiten gerne mit seinen Followern teilen wollte. "Natürlich [ist es schwierig, Formel-1-Ergebnisse und Privatleben zu trennen], vor allem, weil die Formel 1 ein so großer Teil meines Lebens ist."
Emotionen aus Rennsport wirken im Privatleben
"Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht ... ich mag es nicht, 'Arbeit' zu sagen, weil ich das Fahren immer geliebt habe, aber ich habe das mein ganzes Leben lang gemacht, und es bedeutet mir extrem viel", ergänzt der Ferrari-Star. "Alles, was ich habe, sind Familie, Freunde und der Rennsport."

Leclerc hat mittlerweile nur noch wenig ruhige Momente im Leben
Foto: Getty Images Europe
"Und wenn man für etwas so leidenschaftlich ist, dann lebt man diese Momente in vollen Zügen. Das bedeutet auch, dass die Emotionen in gewisser Weise definitiv ein Stück weit in das Privatleben hineinwirken." Eine strikte Trennung sei deshalb kaum möglich.
"Wenn ich ein sehr schlechtes Rennen habe, komme ich niedergeschlagen nach Hause. Und wenn ich ein großartiges Rennen habe, komme ich glücklicher nach Hause", sagt Leclerc. "Aber ich denke, mit der Erfahrung versucht man, beides so gut wie möglich zu trennen."
"Denn am Ende des Tages muss man einfach einen Reset machen", sucht der Monegasse einen Mittelweg. "Nach jedem Rennen ist mein Hauptziel, einen Neustart zu machen - egal, ob es ein gutes oder ein schlechtes Rennen war: resetten und weitermachen."
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