Vier Testtage, viele Baustellen: So ordnet Cadillac den Shakedown ein
Der Formel-1-Einstieg von Cadillac beginnt ohne Glanz, aber mit Struktur: Teamchef Graeme Lowdon erklärt, warum erst in Bahrain auf Speed gesetzt wird
Sergio Perez im Cadillac beim Formel-1-Shakedown in Barcelona 2026
Foto: Cadillac Cadillac
Formel-1-Neueinsteiger Cadillac hat den Shakedown in Barcelona als "extrem wertvoll" bezeichnet. "Es war das erste Mal, dass wir das Auto wirklich in Betrieb hatten. Das war definitiv ein Meilenstein", sagte Cadillac-Fahrer Valtteri Bottas.
Doch bei aller Euphorie über das Testdebüt des US-amerikanischen Rennstalls gab es nicht nur positive Entwicklungen: Cadillac kämpfte in Barcelona mit diversen technischen Schwierigkeiten. Oder wie es Bottas ausdrückte: "Wir befinden uns klar in der Problemlösungsphase".
All das kam für Cadillac aber nicht unerwartet, wie Teamchef Graeme Lowdon erklärte: "Es waren die üblichen kleinen Probleme, die immer bei einem komplett neuen Auto auftreten." Lowdon kennt das bereits aus der Vergangenheit von Teams wie Marussia, wo er ebenfalls in leitender Funktion involviert war.
Er wirbt um Verständnis für sein aktuelles Team: "Man darf nicht vergessen: Wir haben dieses Auto bislang überhaupt erst an vier Tagen eingesetzt. Und mit jedem Tag werden die Abläufe besser. Die Prozesse greifen. Die Zusammenarbeit im Team funktioniert extrem gut. Darüber freue ich mich wirklich sehr."
Was Cadillac als nächstes vor hat
Lowdon reist deshalb ausdrücklich mit einem "sehr positiven Gefühl" weiter zu den Formel-1-Testfahrten in Bahrain. Dann wird es ernst für Cadillac: "Dort verschiebt sich der Fokus deutlich in Richtung Performance", sagte Lowdon. "Es geht darum, herauszufinden, wie schnell wir das Auto tatsächlich machen können, denn davon haben wir bislang noch nicht viel gesehen."
Stattdessen hat Cadillac beim Formel-1-Shakedown in Barcelona vor allem Grundlagenarbeit geleistet. "Verschiedene Programme durchgehen, Parameter testen, Dinge an ihren Extrempunkten ausprobieren, auftretende Probleme lösen" - so beschreibt Lowdon das Vorgehen seines Rennstalls.
Lob für Bottas und Perez
Valtteri Bottas und Sergio Perez hätten sich hier bereits als Goldgriff erwiesen. Lowdon beschreibt die ehemaligen Formel-1-Siegfahrer als "enorm wichtig" für das Cadillac-Projekt, schon allein aufgrund der großen Erfahrung aus unterschiedlichen Teams. "Davon profitieren wir jetzt", sagte Lowdon.
"Ein brandneues Auto, ein komplett neues Team - in dieser Garage ist buchstäblich alles neu. Für einen Rookie wäre das eine extrem schwierige Umgebung. Man sieht bereits jetzt, wie die Fahrer miteinander arbeiten und wie sie ihre Rückmeldungen an Ingenieure und Mechaniker weitergeben. Diese Erfahrung zahlt sich unmittelbar aus", erklärte der Teamchef.
Bottas bestätigte diesen Eindruck. Die Zusammenarbeit mit Perez gestalte sich "sehr gut. Ich denke, wir bilden ein starkes Duo und können dem Team gemeinsam viel geben."
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.