Villeneuve warnt: Unterhaltungsfaktor der Formel 1 kann sich schnell abnutzen
Jacques Villeneuve findet die Formel 1 2026 aus Zuschauersicht unterhaltsam - Die Frage sei jedoch, ob das auch in den nächsten Monaten so bleiben werde
In den Formel-1-Rennen ist 2026 in der Anfangsphase eine Menge los
Foto: LAT Images
Experte Jacques Villeneuve ist der Meinung, dass die Formel 1 an den ersten beiden Rennwochenenden der Saison 2026 "eine gute Show" geboten hat. "Es ist zwar ganz anderes Racing [als vorher], aber es macht Spaß", so der Weltmeister von 1997 gegenüber Sky.
Gleichzeitig stellt er jedoch auch klar, dass das lediglich seine Meinung als Beobachter von außen sei. Denn als aktiver Fahrer hätte er die "neue" Formel 1 in diesem Jahr vermutlich "gehasst", gesteht der Kanadier.
Zuvor hatten sich bereits mehrere aktive Piloten kritisch über das neue Formel-1-Reglement geäußert. Zu den größten Kritikern gehört Max Verstappen, der bereits mehrfach betont hat, dass unter den neuen Regeln kein echtes Racing mehr möglich sei.
Villeneuve erklärt in diesem Zusammenhang, dass in diesem Jahr andere Fähigkeiten als zuvor gefragt seien. "Die besseren [Fahrer] sieht man immer noch ganz vorne", glaubt er allerdings. Und für die Zuschauer habe man bislang eine gute Show geboten.
Allerdings ist sich der 54-Jährige nicht sicher, ob das auch in den kommenden Monaten so bleiben wird. Denn der Saisonauftakt in Melbourne sei auch deshalb so interessant gewesen, weil niemand so recht gewusst habe, was vom neuen Reglement zu erwarten sei.
In der Anfangsphase des Rennens kam es zu zahlreichen Führungswechseln, und auch in China sahen die Fans zunächst einen Sprint und später auch ein Hauptrennen, bei dem es zwischen Mercedes und Ferrari zu Beginn jeweils einen harten Kampf an der Spitze gab.
"Aber wenn wir zehn Rennen haben, die alle genau gleich ablaufen, wird es irgendwann langweilig", warnt Villeneuve auch. Zumal die Anfangsphase der Rennen zwar jeweils spannend war, am Ende aber doch jeweils Mercedes gewann - und das teilweise recht deutlich.
Sollte sich dieses Muster auch bei den kommenden Rennen fortsetzen, könnte sich der Entertainmentfaktor der "neuen" Formel 1 ziemlich schnell abnutzen, fürchtet Villeneuve. Momentan sei es für die Zuschauer aber auf jeden Fall unterhaltsam.
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