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Virtuelles Safety-Car: Warum verlor Charles Leclerc in Baku sechs Sekunden?

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Virtuelles Safety-Car: Warum verlor Charles Leclerc in Baku sechs Sekunden?
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29.04.2019, 09:23

Charles Leclerc hat in Baku während der VSC-Phase sechs Sekunden verloren - Wir erklären, warum das möglich ist, obwohl die Abstände eigentlich "eingefroren" sind

Knapp 1,5 Sekunden verlor Lewis Hamilton am Sonntag in Baku während der virtuellen Safety-Car-Phase auf Valtteri Bottas. Während die TV-Zuschauer darüber wegen eines entsprechenden Funkspruchs von Hamilton gleich im Bilde waren, bemerkten nur wenige, dass Ferrari-Pilot Charles Leclerc durch das VSC sogar noch deutlich mehr Zeit verloren hatte.

Satte sechs Sekunden büßte der Monegasse auf Spitzenreiter Bottas während der VSC-Phase ein. Die nackten Zahlen: In dem Moment, als das VSC in Runde 40 aktiviert wurde, lag Leclerc (Platz fünf) 31,6 Sekunden hinter Bottas und 24,0 Sekunden hinter Max Verstappen (Platz vier). Nach dem Ende des VSC in Runde 41 war sein Rückstand auf 37,6 respektive 29,3 Sekunden angewachsen.

Leclerc verlor also 5,3 Sekunden auf Verstappen und sogar 6,0 Sekunden auf Bottas. Viele Fans fragen sich, wie das möglich ist. Denn einen Fehler machte der Ferrari-Pilot während der Neutralisierung nicht. Und beim VSC wird schließlich immer davon gesprochen, dass die Abstände "eingefroren" werden. Das ist aber nur in der Theorie der Fall, wie diese Situation beweist.

Der Fall Leclerc ist ein gutes Beispiel dafür, dass beim VSC in der Realität einige Piloten - wie auch beim echten Safety-Car - einen deutlichen Nachteil haben. Knackpunkt ist hierbei die Position auf der Strecke. Als das VSC am Sonntag aktiviert wurde, befand sich Leclerc gerade in Sektor 3, hatte also die lange Start-Ziel-Gerade unmittelbar vor sich. Diese musste er unter VSC im Schneckentempo entlangfahren.

Die Top 4 befanden sich dagegen bereits in Sektor 1 der neuen Runde. Ein Vorteil, weil die vor ihnen liegenden Streckenabschnitte sowieso langsamer sind. Dort verliert man in Baku während des VSC also nicht so viel Zeit, wie auf der langen Geraden. Nun könnte man annehmen, dass sich diese Unterschiede im Laufe einer VSC-Phase ausgleichen müssten.

Das ist effektiv aber nicht der Fall, weil eine VSC-Phase nicht exakt eine Runde dauert. Im Beispiel Baku dauerte sie 3 Minuten und 26 Sekunden - also mehr mehr als eine Runde. Bedeutet: Leclerc musste die lange Start-Ziel-Gerade unter VSC-Bedingungen zweimal entlangschleichen, die Spitzengruppe nur einmal. Das hat zu dem großen Zeitverlust geführt.

Übrigens betraf das in Baku nicht nur Leclerc. Auch Nico Hülkenberg, der während der VSC-Phase auf der Strecke (mit einer Rückstand) dicht vor dem Ferrari-Piloten lag, hatte einen ganz ähnlichen Zeitverlust. Im Endeffekt spielte es für beide keine Rolle, weil für Leclerc Platz vier und für Hülkenberg die Punkte sowieso außer Reichweite waren.

Unter dem Strich bleibt aber ein gutes Beispiel dafür, dass das VSC nicht so fair ist, wie es häufig dargestellt wird. Von einem "Einfrieren" der Abstände kann in der Praxis jedenfalls keine Rede sein.

Mit Bildmaterial von LAT.

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