"Vollkommen unfair!": Niki Lauda meckert wegen Überholpanik

Warum der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda die Überhol-Debatte nach dem Saisonauftakt sauer aufstößt und welche Maßnahmen geplant sind

Der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda kann der Überhol-Debatte nach dem Grand Prix von Australien nichts abgewinnen. "Es ist vollkommen unfair, nach einem Grand Prix hysterisch zu werden", schimpft der Österreicher gegenüber dem 'ORF'. "Das hat es immer gegeben, und das ist ein Thema, das man nicht nach einem Rennen entscheiden kann."

Damit spielt Lauda darauf an, dass es auf dem Straßenkurs im Albert Park, auf dem trotz drei DRS-Zonen im Grand Prix nur fünf Mal überholt wurde, auch in der Vergangenheit nur wenige Positionswechsel auf der Strecke gegeben hat.

Mit Bahrain und vor allem China stehen nun Grand Prix auf dem Programm, die auf überholfreundlichen Strecken stattfinden. Im Vorjahr gab es auf dem Bahrain International Circuit 32 Überholmanöver, auf dem Shanghai International Circuit waren es 31. Sollte die Problematik also auch bei den kommenden zwei Rennen noch bestehen, dann darf das als Bestätigung gewertet werden, dass der Alarm berechtigt ist.

Bei Liberty Media und bei der FIA ist man allerdings bereits jetzt alarmiert: Am Samstag-Morgen will man mit den Teams in einer Krisensitzung über geplante Reglementänderungen für 2019 diskutieren. Während die Kaskaden-Elemente beim Frontflügel verschwinden sollen, damit der Windschatten wieder mehr Bedeutung hat, will man den Heckflügel vergrößern, um den DRS-Effekt wirkungsvoller zu machen. Außerdem wird in Erwägung gezogen, DRS auf der gesamten Strecke zu erlauben.

Grund für die Eile: Wenn bis Ende April kein Reglementvorschlag für 2019 steht, dann kann dieser nur noch einstimmig beschlossen werden. Und die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist in der aktuellen Formel 1 verschwindend gering.

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