Vom Sorgenkind zum Dauerläufer: Honda kann's doch!

Zusammen mit Toro Rosso kann Honda in der ersten Formel-1-Testwoche einen Erfolg verbuchen: Der STR13 spult von allen Autos die meisten Runden ab

Vom Sorgenkind zum Dauerläufer: Honda kann's doch!
Pierre Gasly, Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Fernando Alonso, McLaren MCL33 leads Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Brendon Hartley, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13

Wer vor den Testfahrten gesagt hätte, dass ein Team mit Honda-Motor die meisten Runden in dieser Woche drehen würde, der hätte vermutlich schiefe Blicke geerntet. Doch es stimmt: Mit 324 Runden hat Toro Rosso in der ersten Woche von Barcelona die meisten Kilometer abgespult - über 1.500 um genau zu sein. Vergleicht man es mit dem McLaren-Desaster der vergangenen Jahre, ist das schon eine Überraschung.

"Es ist wirklich zufriedenstellend, heute so viele Runden gefahren zu haben", sagt Stammpilot Pierre Gasly, der alleine heute 147 Umläufe schaffte - und damit die meisten aller Fahrer. "147 Runden sind mehr als zwei Renndistanzen, das ist wirklich positiv", ergänzt der Franzose. "Mit dem Motor hatten wir überhaupt keine Probleme, das ist immer großartig - hoffentlich können wir so weitermachen."

Die Zuverlässigkeit scheint bei Toro-Rosso-Honda schon einmal zu stimmen, doch tut es auch die Performance? Das ist noch das Fragezeichen. Gasly landete heute mit 2,8 Sekunden Rückstand nur auf dem zehnten Gesamtrang, doch in der ersten Woche ist Performance ohnehin immer zweitrangig. Das erste Gefühl mit dem Auto sei auf jeden Fall schon einmal positiv, wie er berichtet, auch wenn es noch Dinge zu verbessern gilt.

"Aber wir sind mit dem Chassis und dem Motor glücklich", sagt er. "Wir müssen einfach durch alle Daten gehen und sollten für die kommende Woche ein paar Upgrades fertig haben. Wir machen gute Fortschritte." Auf Prognosen will sich der Youngster aber nicht einlassen. Denn Toro Rosso teste gerade "extreme Dinge" und ihren Einfluss auf das Auto.

Bildergalerie: Der Donnerstag in Barcelona

Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass man sich nicht ganz so gut fühlt wie am Dienstag. "Vielleicht hatten wir heute ein paar Probleme mit den höheren Temperaturen, aber generell denke ich, dass die Balance da ist", so Gasly, der davon ausgeht, dass das Auto in der kommenden Woche noch besser sein wird.

Im Team selbst dürfte man erleichtert sein, dass die Premiere mit Honda so reibungslos über die Bühne gegangen ist. "Das war ein exzellenter Test für Honda", freut sich Technikchef James Key, der aus den Vorjahren mit Renault auch andere Zeiten gewohnt ist. "Ohne Probleme mit der Power Unit aus dem ersten Test zu kommen, ist ein exzellentes Resultat und eine Situation, die wir bei den Wintertestfahrten noch nie hatten."

Key gibt zu, dass es für ihn auf den ersten Blick eine Überraschung ist, auf den zweiten jedoch nicht: "Es erscheint mir weniger überraschend, wenn man sich ihren Anlagen ansieht und diesen unbändigen, verzweifelten Willen spürt", sagt er. "Aber natürlich weiß man das nie, bevor man nicht auf die Strecke geht. Bisher muss ich wirklich auf Holz klopfen, wir hatten überhaupt keine gröberen Probleme. Die wenigen kleineren Zwischenfälle lagen alle bei uns."

"Bislang lief alles sehr glatt. Ich bin sicher, dass das auch weiterhin so sein wird", ist Key optimistisch. Und auch auf Seiten von Honda kann man endlich wieder einmal positive Aussagen hören, denen man auch Glauben schenken kann. "Ich fühle, dass wir in diesem wichtigen ersten Formel-1-Test als Toro-Rosso-Honda einen ersten positiven Schritt gemacht haben", betont Hondas Technikchef Toyoharu Tanabe.

geteilte inhalte
kommentare
McLaren auf Rang zwei: Wiederauferstehung mit Fragezeichen

Vorheriger Artikel

McLaren auf Rang zwei: Wiederauferstehung mit Fragezeichen

Nächster Artikel

Formel-1-Reifentests 2018: Pirelli gibt Kalender bekannt

Formel-1-Reifentests 2018: Pirelli gibt Kalender bekannt
Kommentare laden