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Von Bearman geschlagen: Haas hatte von Ocon "mehr erwartet"

Ayao Komatsu betont, dass die Ergebnisse von Esteban Ocon 2025 teilweise unter den Erwartungen geblieben seien - Daran habe jedoch auch das Haas-Team einen Anteil

Von Bearman geschlagen: Haas hatte von Ocon "mehr erwartet"

Ayao Komatsu ist mit den Resultaten von Esteban Ocon nur bedingt zufrieden

Foto: LAT Images

Die Formel-1-Saison 2025 beendete Esteban Ocon hinter Oliver Bearman. Im internen Haas-Duell hatte der Rookie, der seine erste komplette Saison in der Königsklasse fuhr, die Nase am Ende mit 41:38 Punkten vorn. Ein Umstand, der einige Experten überraschte - und auch Haas-Teamchef Ayao Komatsu.

"Wenn man sich nur das sportliche Ergebnis ansieht, ohne ins Detail zu gehen, ist sicherlich niemand mit Estebans sportlichem Ergebnis im vergangenen Jahr zufrieden", so Komatsu über Ocon, der 2025 auch das Qualifyingduell gegen Bearman mit 10:14 verlor.

Bearman sei zwar ein "großartiger Rookie" gewesen, stellt der Teamchef klar, "aber dennoch hat [Esteban] zehn Jahre Formel-1-Erfahrung. Er ist ein Rennsieger, er stand auf dem Podium. Deshalb haben wir mehr von ihm erwartet", stellt er unmissverständlich klar.

Ocon war 2025 von Alpine zu Haas gewechselt. Mit den Franzosen hatte er 2021 den Großen Preis von Ungarn gewonnen, zudem stand er mit dem Team aus Enstone drei weitere Male auf dem Podium. Bei Haas ist sein bislang bestes Ergebnis ein fünfter Platz beim China-GP im vergangenen Jahr.

Vor allem gegen Mitte der Saison landete er aber regelmäßig hinter seinem Teamkollegen. Zwischen Zandvoort und Sao Paulo kam Bearman bei sieben Grands Prix in Folge vor Ocon ins Ziel. Ein Umstand, bei dem Komatsu allerdings auch das Team in der Verantwortung sieht.

Komatsu: Auch Team teilweise an Ergebnissen schuld

"Manchmal lag es auch am Team und wir konnten ihm kein Auto geben, mit dem er sich wohlfühlte, insbesondere im Qualifying", betont Komatsu, der erklärt, dass in so einer Situation nie nur der Fahrer oder nur das Auto schuld sei. In der Regel sei die Verantwortung "50:50" aufgeteilt.

"Es ist einfach ein Prozess, wie wir zusammenarbeiten, um der Sache viel schneller auf den Grund zu gehen", sagt Komatsu im Hinblick auf die Probleme, die Ocon im vergangenen Jahr mit dem Auto hatte. Denn zu oft fühlte sich der Franzose nicht wohl im Haas VF-25.

"Das ist der Punkt, bei dem ich finde, dass wir [...] vergangenes Jahr nicht besonders gut abgeschnitten haben. Denn ich bin der Meinung, dass wir das schneller in den Griff hätten bekommen müssen", so Komatsu über Ocons Schwierigkeiten.

"Wir müssen diese Dinge wirklich schneller in den Griff kriegen, denn Estebans Potenzial ist offensichtlich", betont er und nennt das Saisonfinale in Abu Dhabi als Beispiel. Da hatte Ocon einen schwierigen Freitag, konnte das Blatt gemeinsam mit dem Team anschließend aber noch wenden.

"Wenn man sich Abu Dhabi ansieht, was er am Samstag und Sonntag geleistet hat, nachdem er einen sehr schlechten Freitag hinter sich hatte, dann zeigt das, welches Talent er hat", so Komatsu. Ocon wurde in Abu Dhabi Siebter und fuhr damit eines seiner besten Saisonergebnisse ein.

Eine Patentlösung für die Schwierigkeiten des Franzosen gebe es jedoch nicht, stellt der Teamchef klar. Vielmehr seien es mehrere Kleinigkeiten, "die einen Schneeballeffekt auslösen", erklärt er. 2026 hofft Komatsu auf bessere Ocon-Ergebnisse. Denn in der WM brauche man in diesem Jahr beide Fahrer, betont er.

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