Sebastian Vettel: Was Bottas mit seinem schlechten Start zu tun hatte

Sebastian Vettel erlebt in Katar einen schlechten Start, kämpft sich aber zumindest noch bis auf Platz zehn nach vorne - Valtteri Bottas als einer der Faktoren

Sebastian Vettel: Was Bottas mit seinem schlechten Start zu tun hatte

Ein mageres Pünktchen war nicht das, was sich Sebastian Vettel vom Formel-1-Rennen in Katar erhofft hatte. "Wir hätten heute mehr Punkte holen können", weiß der Aston Martin-Pilot. Doch nach einem miserablen Start ist der Deutsche froh, dass er überhaupt wieder in die Punkte gefahren ist.

Denn Vettels Rennen war im Grunde schon in der ersten Runde versaut. Von Platz zehn aus war er in den Grand Prix gegangen, als 17. kam er wieder aus der ersten Kurve. "Ich war praktisch ganz hinten", hadert er und erzählt, wie es dazu kommen konnte.

Vettels eigentlicher Start von der Linie war noch recht gut, dann aber fehlte ihm aufgrund von durchdrehenden Rädern etwas Grip, wie er sagt. Die rechte Startseite, die im Vorfeld als großer Nachteil gesehen wurde, war laut ihm gar eigentlich nicht so schlecht. "Aber sie war auch nicht die bessere", sagt er.

Sein Problem hieß Valtteri Bottas, der zwei Reihen vor ihm einen schlechten Start erwischt hatte. "Ich konnte dann nirgendwo hin. Die Autos vor mir konnten an ihm vorbei, und ich war dann der erste in der Reihe, der dann vom Gas musste", sagt der viermalige Weltmeister, der dadurch an Momentum verlor.

 

Das wollte Vettel dann wiedergutmachen, indem er in Kurve 1 auf die Außenbahn fuhr. Dort verschätzte er sich aber etwas und kam auf dem Staub zu weit raus und schließlich von der Strecke ab. "Ich habe das Heck verloren und musste die Lenkung öffnen, sonst hätte ich mich gedreht", beschreibt er. "Und dann waren eigentlich alle Autos durch."

Auf Platz 17 war sein Rennen dann natürlich stark beeinträchtigt, doch Aston Martin setzte auf eine Einstoppstrategie, als man merkte, dass die Pace in freier Fahrt eigentlich sehr gut war und man schneller als die Vorderleute war.

"Also haben wir dann versucht, so lange wie möglich draußen zu bleiben", sagt Vettel. "Und als wir dann gemerkt haben, dass wir fast die Hälfte auf dem weichen Reifen fahren konnten, war der Einstopp die logische Konsequenz." Nach 26 Runden auf dem Soft kam er an die Box, den Rest bestritt er auf Mediums.

"Es hat Spaß gemacht. Es war eines dieser Rennen, bei dem die Reifen ganz gut gehalten haben und man pushen konnte", fasst er sein Rennen zusammen. "Dass ich am Ende der ersten Runde so weit hinten war, war weniger erfreulich." Am Ende gab es immerhin noch einen Zähler.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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