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Vor Red-Bull-Abschied: Pechvogel Daniel Ricciardo will "über den Dingen stehen"

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo ist bemüht, das Pech der Saison 2018 wegzulächeln - Der Australier hat noch zwei Chancen auf sein 30. Podium mit Red Bull

Maria Reyer Adam Cooper

Bearbeitet: 11.11.2018, 12:45

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Daniel Ricciardo, Red Bull Racing

Da waren es nur noch zwei. Daniel Ricciardo bestreitet am Sonntag in Brasilien seinen vorletzten Grand Prix mit dem Red-Bull-Team. Der Australier wird von Startplatz elf ins Rennen gehen, nachdem er eine Strafversetzung um fünf Plätze verkraften musste. Es ist eine von vielen Strafen, die der grundsätzlich immer gut gelaunte Australier in den vergangenen Monaten in Kauf nehmen musste. Insgesamt acht Ausfälle erlebte Ricciardo in dieser Abschiedssaison bereits - ein neuer persönlicher Negativrekord. "Ich werde einfach nur darüber lachen, wenn mir in den letzten beiden Rennen noch etwas passieren sollte", bleibt sich der Sonnyboy treu.

"Es ist nicht so, dass ich ins Auto springe und mir sage: 'Ach, mir ist jetzt alles völlig egal.' Im Auto gebe ich nach wie vor hundert Prozent. Aber ich lasse die Dinge nicht mehr an mich heran. Ich habe mir gesagt, dass ich einfach nur darüber lachen werde, wenn mir in den letzten beiden Rennen noch etwas passieren sollte", schildert Ricciardo seine pragmatische Herangehensweise an die Rennen in Brasilien und Abu Dhabi.

Seit seinem umjubelten Sieg in Monaco schaffte es der zukünftige Renault-Pilot und Teamkollege von Nico Hülkenberg nicht mehr auf das Formel-1-Podest. Seit Mai wartet er auf das Ende der Durststrecke. In der Zwischenzeit ereilte ihn ein Auspuff-Problem in Österreich, ein Motorschaden in Deutschland, eine Kollision in Belgien, ein Kupplungsproblem in Italien, ein Batterie-Defekt in den USA und ein weiterer Ausfall zuletzt in Mexiko. Dieser brockte ihm schließlich auch die Strafversetzung in Interlagos ein, denn sein Turbolader wurde bei Löscharbeiten in Mexiko beschädigt.

Der neue Turbolader bedeutete gleichzeitig fünf Startplätze weiter zurück. "Ich will eigentlich nicht, dass das Pech gewinnt, aber es scheint die Oberhand zu gewinnen, seit ich in Austin den Ärger rausgelassen und beinahe den Preis dafür gezahlt habe. Aber ich will über diesen Dingen stehen." In den USA zertrümmerte er aus Frust seine Umkleidekabine. Während Teamkollege Max Verstappen Siege und Podestplätze einfährt, wächst die Frustration im anderen Auto mit jedem technischen Zwischenfall mehr und mehr.

Ricciardo weiß, dass ihm langsam die Rennen ausgehen, um noch ein Podium - es wäre sein 30. mit Red Bull - einzufahren. Die Strafversetzung auf Startplatz elf in Brasilien war ebenso wenig hilfreich. "Als sie es [die fünf Strafplätze] mir am Telefon erzählt haben, hatte ich meine Freunde um mich herum. Und sie konnten gleich erkennen, dass etwas nicht stimmte. Mir müssen die Gesichtszüge entglitten sein. 20 Sekunden später meinte ich: 'Ach, alles okay!'", versucht Ricciardo weiterhin positiv gestimmt zu bleiben.

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