Vor Zandvoort: Ferrari untersucht Schlappe von Spa

Ferrari schied im Regen von Spa mit beiden Autos in Q2 aus und sucht nach den Gründen dafür - Zandvoort als Unbekannte

Vor Zandvoort: Ferrari untersucht Schlappe von Spa

Ferrari hat in Spa eine große Chance verpasst. Die Scuderia konnte am Sonntag mit den Plätzen acht und zehn nur kleine Punkte holen. Denn Q3 hatte man im verregneten Qualifying mit beiden Autos verpasst und konnte am Sonntag nur von zwei Gridstrafen und dem Ausrutscher von Sergio Perez profitieren und so nach vorne kommen.

Doch die Pace war im Regen nicht da, und das will man bei den Roten aus Maranello untersuchen. "Wir haben alle ein bisschen mehr erwartet", sagt Carlos Sainz, der im Qualifying nur auf Rang 13 gelandet war.

"Eigentlich hatte ich mich gefreut, als es angefangen hat zu regnen", so der Spanier. Denn er hatte schon bei seinem zweiten Rennen in Imola ein gutes Gefühl und zwischenzeitlich immer wieder schnellste Runden gesetzt, obwohl es damals sein erstes Mal im Nassen mit Ferrari war.

"Ich wusste aber jetzt, wie sich das Auto in Spa verhalten würde, war aber überrascht, wie wenig Grip ich hatte. Ich war im Qualifying etwas verloren", gibt er zu. "Das war schlimm für mich, weil ich die Bedingungen eigentlich mag und normalerweise ziemlich gut darin bin."

Nicht im optimalen Reifenfester

Warum Ferrari aber im Regen so hilflos war, das möchte man analysieren. Im Verdacht hat man die Reifen, die nicht im richtigen Temperaturfenster waren. "Im Nassen ist das Fenster der Reifen sehr klein", sagt Leclerc, der im Qualifying nur Elfter war. "Das haben wir nicht hinbekommen. Wir haben im Nassen öfters Probleme und müssen das angehen."

Williams habe hingegen gezeigt, dass sie das perfekte Fenster hatten. Nicholas Latifi konnte sich überraschend zwischen beide Ferraris setzen, George Russell noch überraschender in die erste Startreihe fahren.

"Wir haben herausgefunden, dass die Williams und andere Autos mit ziemlich viel Flügel hinten gefahren sind", sagt Sainz. "Und wir hatten immer noch den sehr schmalen. Es muss also mit der Belastung auf den Hinterreifen zu tun haben und wie der Reifen arbeitet. Aber das schauen wir uns noch an."

Wo sortiert sich Ferrari in Zandvoort ein?

In Zandvoort droht das Thema jedoch keines zu werden, denn Regen soll es an diesem Wochenende nicht geben. Wie sich Ferrari schlagen wird, da sind sich die beiden Piloten noch unsicher. "Hier ist es seltsam. Es ist eine High-Downforce-Strecke, aber auch eine Highspeed-Strecke", sagt Sainz.

Das heißt, dass es nicht viele Kurven wie in Monaco oder Baku gibt, in denen Ferrari schnell war und die Poleposition holen konnte. "Es gibt viele mittelschnelle Kurven, in denen wir zuletzt ein paar Probleme hatten", meint Leclerc. "Aber es gab auch einige positive Überraschungen, und das wird hoffentlich auch hier der Fall sein."

"Die Strecke ist auch sehr technisch, und normalerweise ist unser Auto sehr gut darin", sagt der Monegasse weiter. "Es wird für alle ein kleine Unbekannte, weil die Teams lange nicht hier waren. Normalerweise sind wir gut darin, von Beginn an das richtige Set-up zu haben, was an diesem Wochenende wichtig sein wird. Hoffentlich werden wir ein gutes Wochenende haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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