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Vorschriften, Proteste & Finanzen: Zandvoort kämpft gegen Widerstände

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Vorschriften, Proteste & Finanzen: Zandvoort kämpft gegen Widerstände
Autor:
Co-Autor: Ronald Vording, Writer

Vor dem geplanten Formel-1-Comeback 2020 muss Zandvoort noch einige Hindernisse umschiffen, doch Grand-Prix-Boss Jan Lammers gibt sich unbesorgt

Für 2020 wurde der Große Preis der Niederlande in den Formel-1-Kalender aufgenommen, doch so ganz einverstanden scheint immer noch nicht jeder mit dem neuen Rennen zu sein. Noch immer regt sich in den Niederlanden Widerstand gegen die Austragung in Zandvoort, auch wenn Grand-Prix-Boss Jan Lammers betont, dass man sich keine Sorgen machen müsse.

"Im Moment läuft alles nach Plan. Dass nicht jeder so glücklich ist wie wir, ist dabei logisch. Es gibt kleinere Widerstände aus offensichtlichen Richtungen - die haben wir im Vorfeld aber schon einkalkuliert", sagt der Niederländer gegenüber 'Motorsport.com' und kritisiert einige Medien für eine Überdramatisierung der Lage.

Doch wo liegen denn die Probleme und Widerstände von Zandvoort? Ein zentrales Thema sind Stickstoff-Emissionen. Neu eingeführte Regelungen haben die Industrie hart getroffen und teilweise lahmgelegt - vor allem das Baugewerbe ist betroffen. Und das ist ein Problem für Zandvoort, weil an der Strecke, den Anlagen und der Infrastruktur noch einiges getan werden muss.

Problem 1: Stickstoff-Emissionen

Bislang mussten sich Unternehmen an ein spezielles Programm namens "Programma Aanpak Stikstof" (PAS) halten, um Genehmigungen zu bekommen. Dieses besagte, dass Stickstoff-Emissionen zu einem späteren Zeitpunkt ausgeglichen werden müssen - jetzt muss das noch während des Bauprozesses geschehen.

Bei den Organisatoren gibt man sich jedoch gelassen, zumal die Regierung Unterstützung angekündigt hat, weil man sich von einem erfolgreichen Grand Prix Vorteile verspricht. "Ein spezielles Komitee wird seine Einschätzung geben. Wir erwarten jedoch nicht, dass wir die Stickstoff-Emissionen in unserem Plan überschreiten", heißt es.

Außerdem werde man die Emissionen schon allein dadurch reduzieren, dass man vor dem Event vier Wochen Vorbereitungszeit benötigt, wodurch in diesem Zeitraum weniger Rennen auf der Strecke stattfinden werden.

Problem 2: Umweltgenehmigungen

Weiterer Widerstand regt sich durch örtliche Umweltorganisationen: Die Stichting Duinbehoud hat die Dünen im Blick und fürchtet um irreparable Schäden und Auswirkungen für die dort lebenden Zauneidechsen, sollte der Grand Prix kommen. Doch den Protesten ist Zandvoort zuvorgekommen: Man kooperiert bei der Umsiedlung der Tiere und führt weitere Gespräche mit Organisationen.

Doch das ist für einige nicht genug, die sich auf das Thema Umweltgenehmigungen gestürzt haben und sogar vor Gericht zogen. Die Anklagen mussten jedoch wieder zurückgezogen werden, da die Genehmigungen in Zandvoort noch kein Thema waren und somit nicht beanstandet werden konnten.

Dass die Genehmigungen noch fehlen, sorgt bei den Organisatoren aber nicht für Panik: "Wir liegen mit den Vorbereitungen und den Anfragen für Genehmigungen im Zeitplan", heißt es. "Wir haben schon eine Genehmigung, auf der Strecke Rennen auszutragen. Diese Lizenz kann noch modifiziert werden."

Problem 3: Geld

Ein weiteres Thema ist Geld. Die Regierung hatte im vergangenen Jahr eine Unterstützung durch öffentliche Gelder abgelehnt, vor kurzem jedoch zugesagt, 2,3 Millionen Euro in die Renovierung der Eisenbahnstrecken in Zandvoort zu stecken und so den Event indirekt zu unterstützen.

Max Verstappen

Max Verstappen soll das Zugpferd für den Grand Prix sein

Foto: LAT

Das ist jedoch nicht genug. Die Gemeinde hilft mit vier Millionen Euro aus, doch auch das reicht nicht. Ob und wie viel Geld noch über die Gemeinde aufgetrieben werden kann, soll sich im Oktober entscheiden. Gegen eine Aufstockung regt sich jedoch ebenfalls Widerstand, weil von Gegnern angenommen wurde, dass alle Arbeiten mit den vier Millionen abgedeckt werden würden.

In Zandvoort zweifelt man trotzdem noch nicht daran, dass die Formel 1 2020 in den Niederlanden aufschlagen wird.

Mit Bildmaterial von FOM.

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Urheber Norman Fischer