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Vorteil Ferrari? Vettel bleibt skeptisch, Hamilton grübelt über Rückstand

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Vorteil Ferrari? Vettel bleibt skeptisch, Hamilton grübelt über Rückstand
Autor:
Co-Autor: Christian Nimmervoll
26.04.2019, 18:33

Obwohl das Ferrari-Duo am Freitag in Baku schneller war als Mercedes, gibt sich Sebastian Vettel zurückhaltend: "Hoffentlich morgen auf Augenhöhe"

Am Freitag musste sich Mercedes auf dem Baku City Circuit Konkurrent Ferrari deutlich geschlagen geben. Auf die Bestzeit von Charles Leclerc fehlten Weltmeister Lewis Hamilton 0,669 Sekunden. Der Brite wurde hinter Sebastian Vettel (+0,324) Dritter. Das Ferrari-Duo fuhr gewissermaßen in einer eigenen Liga (zum Bericht).

"Heute war ein etwas seltsamer Tag, aber es hat mir trotzdem Spaß gemacht", resümiert Hamilton seinen Trainingsauftakt in Aserbaidschan. "Das zweite Training verlief richtig gut. Ich fühlte mich gut auf der Strecke und viel wohler im Auto als vor einem Jahr. Aber Ferrari ist hier sehr schnell und es sieht so aus, als ob sie uns ein ganzes Stück voraus sind."

Die Roten fahren in Baku mit mehr Abtrieb als die Konkurrenz. Davon profitieren sie im kurvenreichen Teil der Strecke, den Nachteil auf der Geraden gleichen sie durch ihren Powervorteil aus. Mercedes-Teamchef Toto Wolff rätselte: "Wir versuchen zu verstehen, ob wir mit viel Drag fahren sollen oder weniger."

Hamilton: Unwahrscheinlich, Rückstand aufzuholen

Allerdings blieb für Vergleiche ob der am Freitag begrenzten Trainingszeit wenig Raum. "Das spielt niemandem in die Karten", weiß Wolff. "Ich glaube, wir sind alle unter Druck, dass wir die Sachen, die wir am Auto probieren wollten, nicht probieren konnten in der ersten Session."

Nun heißt es, aus den gesammelten Daten das Beste zu machen. "Jetzt müssen wir analysieren, wo wir die Zeit im Vergleich zu ihnen verlieren. Es ist unwahrscheinlich, dass wir über Nacht sieben Zehntel finden werden", spricht Hamilton den Rückstand auf Ferrari an. "Aber wir werden unser Bestes geben, um das Auto in die richtige Richtung zu entwickeln."

Lewis Hamilton

Beim Blick auf die Zeiten vom Freitag geriet Lewis Hamilton ins Grübeln

Foto: LAT

Noch sehe die Pace von Mercedes im Longrun besser aus als auf den kürzeren Versuchen, analysiert Hamilton. "Nun müssen wir herausfinden, woran das liegt. Morgen steht uns ein guter Kampf ins Haus und das gefällt mir. Ich glaube, dass die Fans genau das sehen möchten."

Bei Vettel ist der Rhythmus "noch nicht ganz da"

Auf einen guten Kampf hofft auch Vettel. Der Deutsche glaubt nicht, dass der Abstand vom Freitag das wahre Kräfteverhältnis widerspiegelt. "Wir waren heute gut unterwegs. Aber ich würde sagen, dass Mercedes sehr, sehr stark aussieht und es morgen aus unserer Sicht hoffentlich sehr eng wird", schätzt der Ferrari-Pilot.

Am Freitag hatte auch er noch mit den Bedingungen zu kämpfen: "Die Strecke hat's doch sehr in sich und war noch ein bisschen schmutzig und rutschig heute. Deswegen dauert's ein bisschen länger, und es ist schwieriger, den Rhythmus zu finden als vielleicht anderswo. Ich denke, wir können noch zulegen. Der Rhythmus ist noch nicht ganz da."

Zum Duell mit Mercedes äußert sich Vettel wohl auch deshalb betont zurückhaltend. "Ich hoffe, dass wir morgen auf Augenhöhe sein können mit Mercedes", sagt er. Dabei sollen auch die neuen Aerodynamik-Teile helfen, die Ferrari mit nach Baku gebracht hat.

Vettel hat auch Red Bull auf der Rechnung

Noch sei der Effekt schwer einzuschätzen: "Es ist vielleicht nicht die beste Strecke, um das genau zu lesen. Aber jedes Bisschen hilft. Soweit scheint alles zu funktionieren. Das Auto fühlt sich auch soweit gut an." Am Samstag will Ferrari die Updates weiter analysieren und auch die Flügeleinstellung noch einmal prüfen, wie Vettel verrät.

Sebastian Vettel

Mit seinem Rhythmus auf dem Stadtkurs war Vettel noch nicht zufrieden

Foto: LAT

"Ich denke nicht, dass wir so einen gewaltigen Vorteil auf den Geraden haben, dass wir mehr Flügel draufpacken können absichtlich", beschwichtigt der Deutsche. "Wir schauen jetzt genau, wo wir stehen, auch im Vergleich zu den anderen." In diese Rechnung fällt neben Mercedes auch Red Bull.

Helmut Marko gab sich schon am Freitag selbstbewusst und sah das Team mindestens auf Mercedes-Höhe. "Das heißt dann, dass wir auch mit Red Bull auf Augenhöhe sind", scherzt Vettel. Tatsächlich aber gibt er zu: "Mercedes gilt es zu schlagen, aber ich denke, auch die Red Bulls haben zeitweise schnell ausgesehen. Es wird sicher eng werden."

Bottas hat mit Strecke und Reifen zu kämpfen

Zumal Vettel den ersten Gegner mit Leclerc im eigenen Team hat. Auch der Freitagsschnellste rechnet am Wochenende mit Mercedes. "Ich bin zuversichtlich mit dem Auto und der Strecke. Es war ein insgesamt guter Tag, aber wenn ich mir ihr Tempo im Rennmodus anschaue, erwarte ich, dass morgen im Qualifying noch viel mehr kommt."

Ein Kandidat dafür ist auch Bottas, selbst wenn er am Freitag mit 1,131 Sekunden deutlich hinter Leclerc lag. "Nach dem Abbruch des ersten Trainings sind wir am Nachmittag mehr Runden gefahren als ursprünglich geplant", erklärt der Finne. "Ich bin mit meinen Runden nicht ganz zufrieden, aber in Baku ist es immer etwas knifflig, den richtigen Rhythmus zu finden."

 

Vor allem den Medium-Reifen auf Temperatur zu bringen, habe ihm Probleme bereitet. "Aber die Kurvengeschwindigkeiten werden im Laufe des Wochenendes steigen, wenn sich die Strecke immer weiter verbessert. Dann sollten wir morgen etwas mehr Energie in die Reifen bekommen."

Ähnlich wie Hamilton war auch Bottas mit seinen Longruns zufrieden. Nur auf eine Runde gesehen fehle noch etwas. "Ferrari sieht richtig stark aus, besonders auf kürzeren Versuchen. Uns erwartet morgen also ein harter Kampf", ist sich der Mercedes-Pilot mit den Kollegen einig.

Mit Bildmaterial von LAT.

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