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Foto: circuitpics.de circuitpics.de

In der Formel-1-Saison 2026 wurde noch kein einziges Rennen absolviert, da tobt hinter den Kulissen der Königsklasse bereits der erste politische Kampf. Im Fokus stehen die Motoren von Mercedes und Red Bull, die nach Meinung einiger Konkurrenten nicht legal sein sollen.

Nachdem die anderen Hersteller das Thema bei der FIA angesprochen hatten, stellte man bei Red Bull bereits klar, dass man selbst von der Legalität der eigenen Powerunit überzeugt sei. Und nun hat auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff deutliche Worte gefunden.

"Ich verstehe einfach nicht, dass sich manche Teams mehr auf die anderen konzentrieren und immer wieder über eine Sache streiten, die doch ganz klar und offensichtlich ist", so der Österreicher, der betont: "Gerade in diesem Bereich sind die Vorschriften ganz klar."

"Die Standardverfahren für alle Motoren sind ganz klar, auch außerhalb der Formel 1. Also reißt euch einfach zusammen", so Wolff in Richtung der Rivalen. Er stellt unmissverständlich klar: "Die Antriebseinheit ist legal."

"Die Antriebseinheit entspricht den Vorschriften. Die Antriebseinheit entspricht den durchgeführten Kontrollen", so Wolff, der zudem betont: "Die Kommunikation mit der FIA war durchweg sehr positiv, und zwar nicht nur in Bezug auf das Verdichtungsverhältnis, sondern auch in anderen Bereichen."

Sein Vorwurf: Einige Konkurrenten würden versuchen, "geheime Treffen abzuhalten, geheime Briefe zu verschicken und immer wieder zu versuchen, Testmethoden zu erfinden, die es gar nicht gibt." Das werde jedoch keinen Erfolg haben, ist er sich sicher.

Wolff vermutet: Gegner suchen nach Ausreden

"Ich kann zumindest für uns hier sagen, dass wir versuchen, Ablenkungen zu minimieren und uns mehr auf uns selbst als auf alle anderen zu konzentrieren, da die Vorschriften ziemlich klar sind und auch ziemlich klar ist, was die FIA uns und ihnen bisher gesagt hat", so Wolff.

"Aber vielleicht sind wir alle unterschiedlich. Vielleicht suchen sie schon vor dem Start nach Ausreden, warum etwas nicht gut ist", vermutet er. Heißt: Sollte Mercedes zu Beginn der Saison 2026 vorne sein, hätten die Gegner bereits die passende Entschuldigung dafür.

Bis zum vergangenen Jahr war bei den Formel-1-Motoren noch ein Verdichtungsverhältnis von 18:1 erlaubt, 2026 nur noch 16:1. Die neuen Antriebe von Mercedes und Red Bull sollen diesen Wert bei statischen Tests auch einhalten und damit legal sein.

Allerdings sollen beide Hersteller einen Weg gefunden haben, das Verdichtungsverhältnis während des Betriebs des Motors wieder auf 18:1 zu erhöhen, was nach Ansicht der anderen Hersteller dann nicht mehr im Rahmen des Erlaubten wäre.

"Ich denke, wenn die Absicht des Reglements umgangen wird, muss das in irgendeiner Weise kontrolliert werden", sagte beispielsweise Audi-Technikchef James Key zu der Thematik kürzlich.

"Niemand will eine Saison tatenlos zusehen müssen, wenn jemand einen eklatanten Vorteil hat, gegen den man bei einer homologierten Antriebseinheit nichts mehr unternehmen kann", so Key.

Bei Red Bull und Mercedes will man von einem unfairen Vorteil jedoch nichts wissen.

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