Wahrscheinlich in Österreich: Red Bull will Übergewicht des RB22 reduzieren
Red Bull war in Miami dank der aktuellen Updates deutlich konkurrenzfähiger als bei den ersten drei Rennen des Jahres - Das Übergewicht bleibt aber ein zentrales Thema
Der RB22 von Max Verstappen bringt weiterhin Übergewicht auf die Waage
Foto: LAT Images
Red Bull hat den Rückstand auf die Konkurrenz deutlich verkleinert: Ein neues Update-Paket, das in Miami zum Einsatz kam, hat offenbar Wirkung gezeigt. Das könnte vor allem mit dem Übergewicht des RB22 zusammenhängen, das mithilfe der neuen Teile um etwa die Hälfte reduziert wurde.
Statt bisher zwölf Kilogramm liegt der RB22 von Max Verstappen und Isack Hadjar ab sofort nur noch sechs Kilogramm über dem Mindestgewicht von 768 Kilogramm. Das heißt allerdings auch, dass die Gewichtsreduzierung bei Red Bull ein zentrales Thema bei der weiteren Entwicklung bleibt.
"Ja, ich denke, es wird einen weiteren Schritt geben", bestätigt Technikchef Pierre Wache. Das sollte Red Bull noch wettbewerbsfähiger machen. "Ich weiß nicht wann, aber wir werden eine weitere Gewichtsreduzierung haben, vielleicht für Österreich."
Update-Paket von Red Bull hat in Miami "geliefert"
Neben der aktuellen Gewichtsreduzierung umfasste das neueste Update-Paket von Red Bull auch stark überarbeitete Seitenkästen, einen neuen Unterboden sowie die Behebung eines Problems im Lenksystem. All das habe in Miami gut funktioniert.
"Ja, es hat geliefert, was wir erwartet haben", bestätigt ein zufriedener Red-Bull-Technikchef gegenüber Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. "Es ist einfach das Paket selbst, das geliefert hat."
"Und nachdem wir einige andere Probleme behoben haben, hat das auch noch einige zusätzliche [Performance von] Max gebracht, die wir vielleicht nicht erwartet haben." Es ist der erste echte Fortschritt für Red Bull im Jahr 2026, auch im Vergleich zu McLaren und Ferrari, die ebenfalls große Upgrade-Pakete nach Florida gebracht hatten.
Red Bull bringt weitere Updates erst in Europa
Mercedes hat bereits angedeutet, in Kanada mit einem bedeutenden Update-Paket zu reagieren, wobei Red Bull logischerweise nicht sofort folgen wird. Wache erklärt, dass sein Team lediglich kleinere Änderungen nach Montreal bringen wird, sich aber hauptsächlich auf die Entwicklung für die Europa-Rennen konzentriert.
"Wir müssen noch ein wenig warten, nur einen kleinen Schritt für Montreal", sagt der Franzose, der allerdings offen lässt, ob die weiteren Updates bei Red Bull für Monaco, Barcelona oder ebenfalls erst für den Großen Preis von Österreich geplant sind.
Der erste Schritt ist allerdings geschafft. "Es ist nicht einfach, aber ich bin definitiv enttäuscht vom Ergebnis. Ich denke, das Ergebnis [in Miami] zeigt nicht unsere Pace", glaubt Wache. "Aber es ist gut für das Team zu zeigen, dass das Auto Pace hat und dass wir wieder im Mittelfeld dabei sind."
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