Warum Alonso in Zandvoort mit einem turbulenten Rennen rechnet

Alpine-Fahrer Fernando Alonso erklärt, warum das Formel-1-Comeback in Zandvoort alles andere als eine Spazierfahrt auf dem Dünenkurs werden könnte

Warum Alonso in Zandvoort mit einem turbulenten Rennen rechnet

72 mal 4,252 Kilometer sind zu absolvieren im Niederlande-Grand-Prix 2021 in Zandvoort (das Rennen hier im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!). Und Ex-Champion Fernando Alonso rechnet mit einem turbulenten Rennverlauf: Die bisherigen Trainings und auch die Rennen der Rahmenserien hätten gezeigt, dass in Zandvoort mit Überraschungen zu rechnen sei.

Die zahlreichen Unterbrechungen in Trainings und Qualifying der Formel 1 seien ebenfalls ein Grund, weshalb der Grand Prix eine Fahrt ins Ungewisse bedeute, meint Alonso: "Das Rennen ist das erste Mal, dass wir die Reifen wirklich beanspruchen. Wir haben bisher nämlich nie mehr als 15 oder 20 Runden mit den Reifen absolviert."

Er sieht hier vor allem die Fahrer aus den Top 10 der Startaufstellung im Nachteil, weil diese Fahrer am meisten zu verlieren haben. "Die Leute [außerhalb der Top 10] haben freie Reifenwahl und damit vielleicht einen gewissen Vorteil", so sagt er. "Da könnte es zu Überraschungen kommen, und vielleicht tut uns das weh."

Warum Alonso viele Safety-Car-Phasen erwartet

Alonso erkennt aber auch eine "hohe Chance auf Safety-Car-Phasen" im Rennen. "Vielleicht fällt eine Safety-Car-Phase genau mit deinem geplanten Stopp zusammen, dann kriegst du ihn gratis."

"Vielleicht aber ist es auch das Gegenteil: Du stoppst und drei Runden danach kommt das Safety-Car auf die Strecke. Dann profitieren andere und überholen dich, weil sie Zeit sparen."

All das seien Zufallsentwicklungen, die man "nicht kontrollieren" könne, sagt Alonso. Er stelle sich daher nicht auf eine Spazierfahrt in Zandvoort ein, sondern eher auf ein abwechslungsreiches Rennen.

Welche Strategie Pirelli vorschlägt

Max Verstappen, der von der Poleposition losfährt, denkt ähnlich. Er meint: "Überholen ist hier sehr schwierig. Und aufgrund der vielen schnellen Kurven werden die Reifen sehr belastet. Es wird kein einfaches Rennen, weil viele Runden zu absolvieren sind."

Formel-1-Lieferant Pirelli schlägt eine Einstoppstrategie als schnellste Taktik im Rennen vor. Wer auf Soft losfährt, soll demnach zwischen Runde 25 und Runde 30 zum Reifenwechsel abbiegen und dann auf Hard einen langen zweiten Stint fahren bis ins Ziel. Alternativ dazu kann der erste Stint auch auf Medium absolviert werden. Als langsamer gilt eine Zweistoppstrategie mit Soft-Medium-Soft.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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