Warum Cadillac das asymmetrische Formel-1-Design schon aufgegeben hat
Cadillac hatte die Formel-1-Saison 2026 mit einem asymmetrischen Design begonnen, setzt mittlerweile aber auf Einheitlichkeit - Teamchef Graeme Lowdon erklärt warum
Cadillac fährt seit Österreich wieder ohne das geteilte Design
Foto: LAT Images
Cadillac hatte bereits vor seinem offiziellen Formel-1-Debüt in Australien für Aufmerksamkeit gesorgt: Der US-amerikanische Rennstall präsentierte das Design der beiden Boliden von Sergio Perez und Valtteri Bottas mit einem Werbespot während der Halbzeitpause des Super Bowls.
Das asymmetrische Design mit einer hellen und einer dunklen Fahrzeugseite erinnerte an die markante Lackierung von British American Racing (BAR) aus der Saison 1999. Seit dem Großen Preis von Österreich ist die schwarz-weiße Split-Lackierung bei Cadillac allerdings schon wieder Geschichte.
"Wir haben die asymmetrische Lackierung während der Super-Bowl-Halbzeitshow vorgestellt, weil wir dachten, dass das eine weitere Möglichkeit ist zu zeigen, dass das Team die Formel 1 etwas anders angehen möchte", erklärt Teamchef Graeme Lowdon.
"Wir haben gesagt, dass wir versuchen werden, einige neue Ideen in die Formel 1 einzubringen. Ich denke, das war ein sehr positiver Schritt, und wir sind eine Zeit lang mit dieser Lackierung gefahren." Sowohl in Miami als auch in Silverstone trat Cadillac anschließend allerdings mit Sonderlackierungen an.
"Reaktionen der Fans waren durchweg sehr positiv"
"Die Miami-Lackierung ist bei den Fans sehr gut angekommen ist, und das haben wir berücksichtigt", ergänzt Lowdon. "Die Lackierung, die wir jetzt verwenden, ist dieser Miami-Lackierung tatsächlich ziemlich ähnlich. Dazwischen haben wir außerdem noch die Sonderlackierung zum 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung eingeführt."
Für den Cadillac-Teamchef besitzt das Design vor allem symbolischen Charakter: "Wenn man sich unser Team anschaut - nicht nur bei den Lackierungen, sondern auch bei den Updates -, dann gehören wir zu den Teams, die besonders viele Upgrades ans Auto gebracht haben", betont Lowdon.
"Ich denke, das spiegelt einfach die Art wider, wie wir unseren Einstieg in die Formel 1 angegangen sind", sagt der US-Amerikaner mit Blick auf das Design. "Es ging nie nur darum, überhaupt hierherzukommen. Es ging immer darum, als Team in die Formel 1 zu kommen und das zu tun, was alle anderen Teams auch tun: die Grenzen zu verschieben."
"Wir lehnen uns nicht einfach zurück - weder bei der Weiterentwicklung des Autos noch beim Experimentieren mit der Lackierung", erklärt der Cadillac-Teamchef, warum das asymmetrische Design inzwischen verschwunden ist: "Und wie gesagt: Auch die Reaktionen der Fans waren durchweg sehr positiv."
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