Warum das Indy 500 für Michael Schumacher tabu war
Während Mick Schumacher am Wochenende erstmals am Indy 500 teilnimmt, ging sein Vater Michael Schumacher bei dem Rennen ganz bewusst nie an den Start
Michael Schumacher fuhr nur mit der Formel 1 in Indianapolis
Foto: Sutton Sutton
Am Wochenende steht in den USA das legendäre Indianapolis 500 an. Erstmals wird dort in diesem Jahr auch Ex-Formel-1-Pilot Mick Schumacher an den Start gehen. Dessen Vater Michael Schumacher hat in seiner eigenen Karriere dagegen immer ganz bewusst auf eine Teilnahme am Indy 500 verzichtet.
Anfang der 2000er-Jahre erklärte "Schumi" in einem Interview mit CBS: "Zunächst einmal ist es ein Rückschritt im Vergleich zur Formel 1. Und zweitens ist es zu gefährlich." Zudem stellte der siebenmalige Weltmeister klar: "Ich habe dort nichts zu beweisen. Ich sehe keine Herausforderung darin."
In die gleiche Kerbe schlug viele Jahre später auch Bruder Ralf Schumacher, der seinem Neffen Mick vom Wechsel in die IndyCar-Serie abriet. "Wenn es [mein Sohn] David wäre, würde ich mich dagegen wehren, weil mir das einfach zu gefährlich wäre", sagte er 2025 im Podcast Backstage Boxengasse von Sky.
Michael Schumacher erklärte das damals so: "Wenn man einen Unfall hat, wenn man bei solchen Geschwindigkeiten so nah an der Mauer fährt, besteht keine Chance, dass ein Chassis einen gewissen Crash überstehen kann. Das bedeutet, dass deine Beine schlimm verletzt werden - oder noch schlimmer."
Trotzdem gab es im Verlauf der Jahre immer wieder Formel-1-Piloten, die auch beim Indy 500 an den Start gingen. Mit Jim Clark, Graham Hill, Mario Andretti, Emerson Fittipaldi und Jacques Villeneuve konnten sogar fünf Formel-1-Weltmeister im Laufe ihrer Karriere auch mindestens einmal in Indianapolis gewinnen.
2026 sind beim Indy 500 neben Mick Schumacher mit Alexander Rossi, Takuma Sato, Marcus Ericsson und Romain Grosjean zudem noch vier weitere Piloten am Start, die in der Vergangenheit auch schon in der Königsklasse an den Start gegangen sind.
Michael Schumacher fuhr übrigens auch schon in Indianapolis - allerdings nur auf dem Grand-Prix-Kurs, auf dem die Formel 1 zwischen 2000 und 2007 gastierte. Das legendäre Oval war ihm stets zu gefährlich.
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