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Warum der Ferrari-Senna-Deal platzte: Jean Todt blieb eisern

Ein nächtliches Geheimtreffen 1993 hätte die Formel-1-Geschichte verändern können: Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt verrät brisante Details zu Ayrton Senna

Warum der Ferrari-Senna-Deal platzte: Jean Todt blieb eisern

Einen roten Overall trug Ayrton Senna nur bei McLaren - und nie bei Ferrari

Foto: LAT Images

Es ist eine jener "Was wäre, wenn"-Geschichten, die die Formel 1 so faszinierend machen: Was wäre passiert, wenn Ayrton Senna seine Karriere bei Ferrari beendet hätte? Das ist eine Frage, die Motorsport-Fans seit Jahrzehnten beschäftigt.

Jean Todt, der Mann, der die Scuderia in den 1990er-Jahre zu alter Stärke zurückführte, hat nun in einem seltenen Interview weitere brisante Details über den beinahe zustande gekommenen Sensations-Wechsel enthüllt.

Im Podcast "High Performance" sprach Todt über die intensiven Verhandlungen mit Senna, die er schon vor einigen Jahren bestätigt hatte. Der entscheidende Kontakt fand demnach im September 1993 am Rande des Grand Prix von Italien in Monza statt - noch ehe Michael Schumacher ins Visier von Ferrari geriet.

Woran der Ferrari-Deal mit Senna scheiterte

Der Deal mit Senna, der die Motorsport-Welt erschüttert hätte, scheiterte jedoch an einem entscheidenden Detail: dem Zeitplan. Senna, damals bei McLaren unzufrieden, drängte auf einen sofortigen Wechsel zur Saison 1994. Todt hingegen, der erst im Juli 1993 als Teamchef bei einem damals maroden Ferrari-Team angetreten war, hielt das für zu früh.

Das Entscheidende aus Sicht von Todt war: Ferrari war noch nicht bereit für einen Starfahrer. Und: "Wir hatten bestehende Verträge." Denn Jean Alesi und Gerhard Berger sollten 1994 für Ferrari fahren.

Laut Todt reagierte Senna pragmatisch. "Er antwortete mir: 'Verträge in der Formel 1 sind nicht wichtig.'" Doch für den prinzipientreuen Teamchef Todt war es keine Option, den Vertrag von Alesi oder Berger vorzeitig aufzulösen. Begründung: "Für mich ist ein Vertrag wichtig."

Statt Senna kommt Schumacher zu Ferrari

Deshalb wollte Todt Senna für 1995 verpflichten, doch dazu kam es nicht mehr: Senna unterschrieb für 1994 bei Williams, wo er beim dritten Saisonrennen in Imola tödlich verunglückte. Statt Senna war es am Ende Schumacher, der 1996 zu Ferrari stieß und mit Todt das wohl erfolgreichste Kapitel in der Ferrari-Geschichte schrieb.

Die neuerlichen Äußerungen Todts zu den damaligen Senna-Verhandlungen befeuern jedoch die Spekulationen darüber, wie die Formel-1-Geschichte hätte verlaufen können, wenn die Gespräche 1993 zu einem anderen Ergebnis gekommen wären.

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