Warum die abgesagten Rennen für Red Bull "ein Nachteil" sein könnten
Teams wie Red Bull bekommen im April mehr Zeit, um in der Fabrik an ihren Problemen zu arbeiten - Die fehlende Zeit auf der Strecke könnte ein Nachteil sein
Red Bull kämpft aktuell mit Haas und Co. statt mit Mercedes und Ferrari
Foto: LAT Images
Die Formel 1 wird im April kein einziges Rennen fahren. Weil die Grands Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt wurden, liegt zwischen den WM-Läufen in Japan (29. März) und Miami (3. Mai) mehr als ein Monat Pause. Das sorgt dafür, dass die Teams umplanen müssen.
Denn vor allem beim Rennen in Bahrain wollten mehrere Teams ursprünglich ein größeres Updatepaket an ihr Auto bringen. Diese Einführung muss nun verschoben werden. Laut Isack Hadjar hat die Zwangspause im April für Red Bull Vor- und Nachteile.
Denn einerseits habe man nun mehr Zeit, neue Teile für das Auto zu produzieren, das aktuell nicht zu den schnellsten in der Formel 1 gehört. Auf der anderen Seite verlieren die Bullen zwei Wochenenden, an denen man wichtige Daten hätte sammeln können.
"Je mehr Rennen wir fahren, desto mehr verstehen wir", sagt Hadjar im Hinblick auf den komplett neuen Red-Bull-Motor. In dieser Hinsicht sei die doppelte Absage im April "definitiv ein kleiner Nachteil", so der Franzose. Denn Red Bull müsse noch eine Menge über das eigene Paket lernen.
In einer ähnlichen Situation befindet sich Aston Martin. Auch dort muss man aktuell einen Rückstand aufholen, der sogar noch viel größer als bei Red Bull ist. Mike Krack sagt über die abgesagten Rennen ebenfalls: "Es gibt zwei Seiten dabei."
"Wenn man auf der Strecke ist, kann man neue Dinge entdecken", so der Ex-Teamchef, der damit den gleichen Punkt wie Hadjar nennt. Auch Aston Martin muss dringend weitere Kilometer sammeln, nachdem bereits bei den Wintertests kein anderes Team weniger gefahren war.
Auf der anderen Seite habe man durch die lange Pause nun die Möglichkeit, "Probleme zu lösen, ohne dem Druck des Terminkalenders ausgesetzt zu sein", so Krack. Hier geht es um Zeit, die vor allem Motorenpartner Honda sehr gut gebrauchen kann.
Grundsätzlich hat die Absage aber natürlich auf alle elf Teams eine Auswirkung. Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff betont gegenüber Sky, dass Updates der Silberpfeile nun "ein bisschen nach hinten" verschoben werden müssen. Bei Ferrari ist das laut Teamchef Frederic Vasseur ebenfalls der Fall.
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