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Warum Fernando Alonso im ersten Training nicht fahren konnte

Aston Martin kam im Training von Australien kaum zum Fahren: Honda hat keine Batterien mehr und warnt vor Low-Fuel-Runs - Adrian Newey "machtlos"

Aston Martin fehlen Batterien: Adrian Newey fühlt sich "machtlos"

Seltenes Bild: Ein Aston Martin auf der Strecke

Foto: LAT Images

Der Auftakt in das Formel-1-Wochenende in Australien (hier live im Ticker verfolgen) wurde für Aston Martin zum erwarteten Desaster. Lance Stroll konnte im ersten Training lediglich drei Runden fahren, Fernando Alonso war überhaupt nicht auf der Strecke, weil ihn wieder einmal ein Problem am neuen Honda-Antrieb heimsuchte.

"Wir hatten ein neues Problem bei der internen Kommunikation der Batterie mit ihrem Managementsystem", erklärt Teamchef Adrian Newey nach der Session. "Aber das zugrunde liegende, das viel tiefer liegende Problem sind die Vibrationsprobleme, mit denen wir weiterhin zu kämpfen haben."

Im Auto von Stroll habe man im ersten Training eine andere Lösung probiert, deren Erfolg vom Team nach der Session ausgewertet wurde. "Und abhängig von dieser Analyse werden wir festlegen, was wir für das zweite Training tun", so Newey, der von weiteren Problemen berichtet.

Keine Ersatzbatterien vorhanden

Denn: Aston Martin stehen auch zu wenig Batterien zur Verfügung. "Wir haben nur noch zwei Batterien übrig: die beiden, die im Auto sind", sagt er. "Wenn wir eine davon verlieren, ist das offensichtlich ein großes Problem. Wir müssen also sehr vorsichtig sein, wie wir die Batterien einsetzen."

Laut Newey habe Honda die Fahrzeit mit wenig Sprit wieder einmal eingeschränkt, weswegen nicht viele Runden von Aston Martin zu erwarten sind - nicht gerade hilfreich beim Lösen der Probleme.

"Das ist eine Situation, in der ich mich irgendwie ein bisschen machtlos fühle, weil wir eindeutig ein sehr bedeutendes Problem mit der Antriebseinheit haben und unser Mangel an Fahrzeit gleichzeitig bedeutet, dass wir nichts über das Auto herausfinden", hadert er. "Unsere Informationen über das Auto selbst sind sehr begrenzt, weil wir so wenig gefahren sind, insbesondere mit wenig Sprit."

Die Erklärung dahinter: Sprit wirkt laut Newey wie ein Dämpfer für die Batterie, weswegen ein leerer Treibstofftank die Probleme verstärkt. "Es wird also zu einem Problem, das sich selbst nährt, und natürlich verbraucht es unsererseits viel Energie - im menschlichen Sinne, im Gegensatz zum Kilowatt-Sinne -, um zu versuchen, mit Honda zusammenzuarbeiten und die beste Gesamtlösung zu finden."

Aston Martin will am Sonntag starten

"Wir könnten uns umdrehen und sagen: 'Nun, das ist nicht unser Problem', aber das ist unser Problem, denn letztendlich ist das Auto eine Kombination aus Chassis und Antriebseinheit."

Trotzdem bleibt das Ziel, beide Autos am Sonntag in die Startaufstellung zu bekommen, auch wenn es keine Möglichkeiten gäbe, weitere Batterien von Honda zu beziehen, da schlichtweg "keine vorhanden" seien. (Ob das klappt, das kannst du am Sonntag bei Sky sehen - live und ohne Werbeunterbrechung!)

"Angesichts unserer Rate an Batterieschäden ist das ein ziemlich beängstigender Ort, an dem wir uns befinden", gibt Newey zu. "Natürlich sind wir hoffnungsvoll, dass wir durch das Wochenende kommen und zwei Autos starten können und so weiter und so fort, aber es ist im Moment sehr schwierig, diesbezüglich konkret zu werden."

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