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Foto: LAT Images

Aston Martin hat beim Grand Prix von China 2026 in Shanghai sein großes Ziel verfehlt: Weder Fernando Alonso noch Lance Stroll kamen über die Distanz - aber aus unterschiedlichen Gründen.

Stroll rollte bereits nach neun Runden in der ersten "Schneckenkurve" aus. Laut Aston Martin besteht der "Verdacht auf ein Problem mit der Batterie", doch das Team will sich noch nicht festlegen und kündigt "weitere Untersuchungen" an.

Bei Alonso ist die Ausfallursache eine andere: Der zweimalige Formel-1-Weltmeister gab das Rennen auf, weil die Vibrationen im Aston Martin AMR26 zu stark wurden. Das Team selbst nannte "Unwohlsein aufgrund der Vibrationen" als Grund für das Zurückziehen des Autos nach 32 Runden.

So erklärt Alonso die Aufgabe in China

Alonso selbst erklärte nach dem Rennen im Gespräch mit ESPN und DAZN: "Ich bin ausgestiegen, weil die Motorvibrationen dieses Mal anders waren. Oder besser gesagt: zu stark. Ab Runde 20 begann ich, jegliches Gefühl in meinen Händen und Füßen zu verlieren. Als wir dann eine Runde zurücklagen, ergab es ehrlich gesagt keinen großen Sinn mehr, zu Ende zu fahren."

So sah es auch Mike Krack als leitender Techniker an der Rennstrecke: "33 Runden am Stück sind wir bisher noch nie gefahren, daher ist das eine neue Erfahrung. Fernando hat auch gesagt, dass es möglich gewesen wäre weiterzufahren, wenn man um den Sieg gekämpft hätte. Zu diesem Zeitpunkt waren wir jedoch nicht in einer besonders starken Position. Deshalb war die Entscheidung letztlich relativ einfach zu treffen."

Alonso wirbt um Verständnis für sein Vorgehen in China: "Früher gab es im Fitnessstudio diese Vibrationsplatten. Da sind zehn Sekunden okay, 30 Sekunden auch noch. Aber wenn du 40 Minuten drauf verbringst, dann verlierst du das Vertrauen. Genau das passiert jetzt auch bei uns."

Was Alonso jetzt von Honda erwartet

Er müsse sich daher erst einmal von den Strapazen in Shanghai erholen, sagte Alonso. "Meine Pläne bis Japan stehen fest: "Nach Hause fahren, entspannen, hart trainieren und mich richtig auf Suzuka vorbereiten. Hoffentlich macht auch Honda seine Hausaufgaben, damit wir in Japan Fortschritte sehen."

Shintaro Orihara als Honda-Chefingenieur räumte Nachholbedarf ein: "Mit den beiden Ausfällen können wir nicht zufrieden sein, aber wir haben immerhin mehr Kilometer abgespult als in Melbourne. Das ist ermutigend. Es reicht nur noch nicht aus, um die komplette Grand-Prix-Distanz zu absolvieren."

Laut Orihara habe Honda die Vibrationen bereits reduziert, doch "es bleibt ein Problem für den Fahrkomfort". Deshalb sind die Vibrationen für den japanischen Hersteller "der zentrale Punkt, den wir angehen müssen". Wie genau, das ließ Orihara offen.

Er erklärte nur: "Das Reglement 2026 ist alles andere als einfach, wie die Zahl der Ausfälle und Nichtstarts zeigt. Aber das ist keine Entschuldigung für mangelnde Zuverlässigkeit und Performance unsererseits. Wir werden alles daran setzen, uns zu verbessern. Darauf liegt unser Fokus."

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