Warum Hülkenberg beim Audi-Debüt nicht fahren konnte
Während Teamkollege Gabriel Bortoleto punktet, steht Nico Hülkenberg beim Audi-Debüt nur daneben: Ein technisches Problem stoppte ihn vor dem Start
Nico Hülkenberg im Audi R26 beim Formel-1-Auftakt in Australien 2026
Foto: circuitpics.de circuitpics.de
Formel-1-Neueinsteiger Audi ist sich "noch nicht ganz sicher", weshalb Nico Hülkenberg nicht am Grand Prix von Australien 2026 in Melbourne teilnehmen konnte. Der Deutsche rollte im Audi R26 auf dem Weg zur Startaufstellung aus und sprach anschließend von einem "technischen Problem, das wir nicht schnell genug beheben konnten".
Audi-Teamchef Jonathan Wheatley ging nach dem Rennen etwas mehr ins Detail: "Während der Einführungsrunde verloren wir die Telemetrie am Auto von Nico. Das bedeutet: Wir bekamen keine Daten mehr vom Fahrzeug und wussten nicht, was genau passiert."
"Wir haben uns dann entschieden, das Auto auf seine Startposition zu bringen und zu versuchen, das Problem dort zu beheben. Aber ohne Telemetrie bleibt vieles reine Spekulation", erklärt Wheatley.
Einen Zusammenhang zum Ausrollen von Hülkenberg-Teamkollege Gabriel Bortoleto im Qualifying sieht der Audi-Teamchef nicht: "Ich denke, es handelt sich um zwei unterschiedliche Probleme - einfach aufgrund der Art und Weise, wie Nico den Vorfall beschrieben hat."
Hülkenberg jetzt mit Erfahrungsrückstand
So oder so: Letztlich gelang es dem Audi-Team nicht, eine Lösung zu finden, weshalb Hülkenberg zum Zuschauen verdammt war. Für den Formel-1-Routinier war das "sehr unglücklich".
Hülkenberg ist dadurch ohne eigenes Verschulden in Erfahrungsrückstand geraten - insbesondere bei Renndaten und beim Energiemanagement unter Rennbedingungen. "Für das Team ist das natürlich frustrierend und bitter. Nach dem insgesamt positiven Wochenende bis dahin ist das sicher nicht das, was sich irgendjemand im Team gewünscht hat", sagte Hülkenberg.
Sky-Experte Timo Glock kann diese Reaktion gut nachempfinden: Es sei "schade" für Hülkenberg, die Grand-Prix-Distanz verpasst zu haben. "Er hat nicht die Erfahrung sammeln können, dieses Umstellen im Rennen, wann ich im Angriffsmodus bin und wann im Energiemanagement", sagte Glock.
Teamchef Wheatley entschuldigt sich bei Hülkenberg
Der fehlenden Rennerfahrung ist sich Wheatley bewusst. Er sagte: "Persönlich möchte ich mich bei Nico dafür entschuldigen, dass sein Auto nicht startbereit war. Gabriels Wagen hingegen lief das gesamte Wochenende absolut zuverlässig - und wir haben bei unserem allerersten Rennen direkt Punkte geholt."
Das ist für Hülkenberg der "positive Aspekt" am Audi-Debüt in der Formel 1: "Direkt beim ersten Rennen Punkte zu holen, ist definitiv sehr positiv. Es ist ein Anfang. Wir haben jetzt natürlich erstmals eine Standortbestimmung. Von hier aus arbeiten wir weiter."
Das Motto für die nächsten Tage laute "Kopf runter, konzentriert bleiben und hart arbeiten", sagte Hülkenberg. "Ich denke, ohne das Problem hätte es für das Team insgesamt ein ziemlich guter Tag werden können. Aber das gehört zum Rennsport. Also abhaken - und nächste Woche greifen wir wieder an."
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