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Warum Medienberichte das Team von Ferrari belasten

Fred Vasseur wehrt sich gegen den medialen Druck in Italien - Berichte über neue Ingenieure bei Ferrari sorgen für echte Existenzängste

Ferrari-Boss enthüllt: So gefährden Gerüchte das Team von innen

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur will den Druck von den Mitarbeitern nehmen

Foto: Formel 1

Als Italiens "Nationalmannschaft" in der Formel 1 hat Ferrari in seiner 76-jährigen Geschichte in der Königsklasse eine gewaltige und leidenschaftliche Fangemeinde aufgebaut. Monza beispielsweise wäre ohne die in Rosso Corsa gehüllten Tribünen kaum vorstellbar.

Obwohl Ferrari seit 2008 keinen WM-Titel mehr feiern konnte, bleibt die Unterstützung für das Team in seinem italienischen Stammland ungebrochen. Für 2026 keimt angesichts der starken Leistungen bei den Testfahrten vor der Saison neue Hoffnung auf. Sollten sich die ersten Eindrücke des SF-26 im Laufe der Saison bestätigen, hätten die rot gekleideten Tifosi endlich wieder Grund zum Jubeln.

Die Schattenseite der Erwartungshaltung

Doch mit der Hoffnung geht die Erwartungshaltung von Millionen Fans einher, die nach Erfolgen dürsten und Ferrari siegen sehen wollen. Diese Erwartung hat jedoch eine Kehrseite - insbesondere, wenn es um den Druck geht, den die nationalen Medien auf das Team ausüben.

Kein anderes Formel-1-Team zieht ein derart parteiisches Interesse auf sich wie Ferrari; es gibt Publikationen, die sich ausschließlich den Angelegenheiten in Maranello widmen. Mit diesem Interesse gehen Gerüchte einher, die schon bald die Mitarbeiter innerhalb des Teams auf persönlicher Ebene belasten.

Seit er 2023 das Amt des Ferrari-Teamchefs übernommen hat, akzeptiert Fred Vasseur, dass dieser Druck eine natürliche Begleiterscheinung seiner Rolle ist. Gerüchte über seine eigene Zukunft konnte er abschütteln: Spekulationen aus der ersten Jahreshälfte 2025, wonach Christian Horner ihn ablösen solle, wurden mit Vasseurs Vertragsverlängerung vom Tisch gewischt. Was Vasseur stattdessen Sorgen bereitet, ist die Auswirkung von Gerüchten über neu zum Team stoßende Ingenieure auf seine bestehende Belegschaft.

Vasseur: "Es geht nicht um mich persönlich"

"Mich persönlich betrifft das nicht", erklärt Vasseur gegenüber der italienischen Schwesterseite von Motorsport.com. "Als ich meinen Vertrag bei Ferrari unterschrieb, war mir bewusst, welcher öffentlichen Aufmerksamkeit meine Rolle ausgesetzt sein würde. Mittlerweile habe ich das Alter und die Erfahrung, um mich nicht von Gerüchten außerhalb des Teams beeinflussen zu lassen."

"Man muss aber bedenken, dass wir viele Leute im Team haben - Ingenieure, die oft sehr jung sind und sich voll auf ihre Arbeit konzentrieren. Mehr als einmal haben sie in den Medien Namen von Ingenieuren gelesen, die angeblich nach Maranello kommen sollen."

"Ich wusste genau, dass diese Gerüchte haltlos waren, aber die Leute in diesen Positionen machten sich Sorgen. Und das ist verständlich. Wenn die Medien berichten, dass jemand kommt, um genau deinen Job zu machen, dann denkst du, dass dein Platz in Gefahr ist."

Vasseur nennt konkrete Beispiele für die Dynamik: "Jemand kam in mein Büro, weil seine Frau gelesen hatte, dass er gefeuert werden würde. Von dieser Art von Dynamik spreche ich. Ich wiederhole: Ich persönlich habe keine Probleme, aber es ist bedauerlich zu sehen, wie unnötige Probleme innerhalb des Teams entstehen."

"Man könnte argumentieren, dass jeder, der in der Formel 1 arbeitet - erst recht bei Ferrari -, damit rechnen muss. Aber es ist menschlich, sich Sorgen zu machen, egal welchen Job man macht oder welche Uniform man trägt."

Ein altes Problem: Von Ross Brawn bis heute

Dies ist keine moderne Entwicklung. Als Ross Brawn 1996 zu Ferrari stieß, untersagte er den Mitarbeitern das Zeitungslesen im Büro, damit sie nichts lasen, was ihr Selbstvertrauen erschüttern könnte.

Brawn wollte eine Atmosphäre schaffen, in der die Ferrari-Ingenieure frei mit neuen Ideen experimentieren konnten, anstatt durch die mediale Aufmerksamkeit gehemmt zu werden und auf Nummer sicherzugehen.

Vasseur sprach zudem über sein eigenes Verhältnis zum Ferrari-Vorstand um den Vorsitzenden John Elkann und CEO Benedetto Vigna. Er lobte die Geschwindigkeit, mit der er deren Meinung zur künftigen Ausrichtung des Teams einholen kann.

Trotz einiger schwieriger Momente in der Saison 2025, als die Performance von Ferrari nicht ganz den Erwartungen entsprach (nachdem man 2024 überraschend um den Konstrukteurstitel gekämpft hatte), sieht Vasseur die Beziehung als gefestigt an.

"Das Verhältnis ist gut", so der Franzose weiter. "Der große Vorteil bei Ferrari ist der direkte Zugang: Wenn eine entscheidende Entscheidung ansteht oder es wichtig ist, eine Meinung zu einer Sache einzuholen, kann ich mich schnell mit der Führung abstimmen."

"Diese Nähe ist essenziell. Ich weiß das genau, weil es in meinen früheren beruflichen Stationen nicht immer so war. Das ist nicht selbstverständlich, und in der Formel 1 ist die Geschwindigkeit bei der Entscheidungsfindung entscheidend."

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