Warum Mercedes in Spanien auf Soft- statt auf Medium-Reifen startet

Anders als sonst starten die Topteams in Spanien auf dem Soft-Reifen: Der Medium wäre in Barcelona ein zu großes Risiko ohne Vorteil gewesen

Warum Mercedes in Spanien auf Soft- statt auf Medium-Reifen startet

Bei den Topteams ist es mittlerweile eigentlich Usus, in Q2 auf die Medium-Reifen zu gehen, um sich mit ihnen für das Rennen zu qualifizieren. In Barcelona ist das jedoch anders: Alle zehn Fahrer aus den Top 10 werden das Rennen am Sonntag mit den weichen Soft-Reifen in Angriff nehmen.

Normalerweise sehen Mercedes & Co. die Medium-Reifen zu Rennbeginn als taktischen Vorteil gegenüber den Softs, doch in Spanien möchte niemand wichtige Positionen am Start verlieren, wenn er auf den härteren Reifen startet. Daher hatten auch im Vorjahr schon alle Q3-Piloten auf die weichen Pneus gesetzt.

"Die Position ist hier ziemlich wichtig. Ich möchte am Start einfach keinen Boden verlieren. Das ist der Hauptgrund", sagt Bottas. Denn weil Überholen in Barcelona als besonders schwierig gilt, ist die Führung gefühlt noch mehr wert als auf anderen Strecken.

Weil der Weg in Kurve 1 mit rund 600 Metern recht lang ist, können härtere Reifen am Start ein echter Nachteil sein. Da scheint es wahrscheinlich, dass der dahinterliegende Pilot einfach vorbeikommt.

"Und selbst wenn du mit den Mediums die Position behältst: Wenn das Auto auf Soft hinter dir an die Box fährt, dann holt dich dein Team ohnehin ebenfalls rein", erklärt Hamilton und bezieht sich dabei auf die Sorge vor dem Undercut. Dadurch hätte man auch nicht mehr den Vorteil, dass der Medium länger hält. "Und du hast einfach eine zusätzliche Möglichkeit verschenkt", so der Brite.

 

Max Verstappen ist der Meinung, dass Red Bull sich ohne Probleme auf den Mediums hätte qualifizieren können. "Ich dachte aber nicht, dass es nötig sein würde."

Auffällig war beim Niederländer, dass er auf seiner Aufwärmrunde beim zweiten Q3-Versuch mehrere Konkurrenten überholt hatte. "Ich wollte einfach nicht am Ende des Zuges sein", erklärt er. "Ich habe gesehen, dass sieben Autos vor mir waren, und ich wusste, dass man in Kurve 10 dann fast stehenbleiben muss. Das wollte ich nicht."

"Ich habe sie einfach überholt und meine Reifentemperaturen waren zu Beginn der Runde gut. Ich wollte einfach nicht in das Chaos gelangen, wo dich Leute in den letzten beiden Kurven überholen wollen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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