Warum Ralf Schumacher Max Verstappen von Ferrari abrät
Ralf Schumacher glaubt nicht, dass Max Verstappen zu Ferrari wechseln wird - Mercedes und McLaren sind seiner Meinung nach die wahrscheinlicheren Kandidaten
Macht es Max Verstappen irgendwann wie Lewis Hamilton und geht zu Ferrari?
Foto: Getty Getty
Mit vier WM-Titeln ist Max Verstappen der erfolgreichste Formel-1-Pilot, der in seiner Karriere (bislang) nie für Ferrari gefahren ist. Alle anderen Fahrer, die mindestens viermal die Weltmeisterschaft gewonnen haben, hat es früher oder später nach Maranello gezogen.
Jüngstes Beispiel ist Lewis Hamilton, der diesen Schritt 2025 gewagt hat. Doch genau dieser Wechsel des Rekordweltmeisters könnte ein warnendes Beispiel für Verstappen sein, falls dieser in Zukunft selbst damit liebäugeln sollte, zur Scuderia zu gehen.
"Vorstellbar ist alles. Viele Fahrer wollen ja unbedingt zu Ferrari", weiß Ralf Schumacher, der im Podcast Backstage Boxengasse erklärt, dass Ferrari eine "ganz besondere" Marke innerhalb der Formel 1 sei. Trotzdem würde er Verstappen eher von einem Wechsel abraten.
Hintergrund sei, dass sich der Niederländer "in gewisser Art und Weise ein bisschen unterordnen [müsste] in diesem Konstrukt", erklärt Schumacher. "Wenn er alleine in dieses Team reinkommt", so der sechsmalige Grand-Prix-Sieger, "dann wird er als Fahrer das nicht händeln können."
Er erinnert: "Mein Bruder hat seinerzeit eine Gruppe an Leuten mitgebracht, die wirklich super zusammen harmoniert haben." Als Michael Schumacher 1996 von Benetton zu Ferrari wechselte, folgten ihm später beispielsweise Designer Rory Byrne und Technikchef Ross Brawn.
Zwischen 2000 und 2004 wurde "Schumi" dann fünfmal in Folge Weltmeister mit der Scuderia. "Allein als Fahrer hinzugehen, ich glaube, das reicht nicht aus", erklärt Bruder Ralf daher. Auch Lewis Hamilton brachte 2025 bei seinem Wechsel niemanden von Mercedes mit.
Schumacher kann sich daher "fast nicht vorstellen", dass Verstappen einen Wechsel zu Ferrari ernsthaft in Betracht zieht. Sollte er Red Bull verlassen, "wird er aus meiner Sicht eher nur zu Mercedes oder zu McLaren gehen können", vermutet Schumacher.
Im GT-Sport arbeitet der viermalige Weltmeister bereits mit Mercedes zusammen, und Schumacher erklärt, dass sich Verstappen dabei offenbar "sehr wohl" fühle. Offiziell hat der Niederländer bei Red Bull noch einen Vertrag bis Ende 2028.
Es gibt allerdings Ausstiegsklauseln, die ihm einen früheren Abgang ermöglichen würden.
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