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Warum Ralf Schumacher nicht an einen schnellen Verstappen-Abschied glaubt

Ralf Schumacher empfiehlt Max Verstappen, sich mit Kritik etwas zurückzuhalten - An einen schnellen Abschied des Niederländers glaubt der Experte ohnehin nicht

Warum Ralf Schumacher nicht an einen schnellen Verstappen-Abschied glaubt

Plant Max Verstappen wirklich seinen Abschied aus der Formel 1?

Foto: Getty Getty

Neigt sich Max Verstappens Zeit in der Formel 1 schon bald dem Ende? Der viermalige Weltmeister machte zuletzt immer wieder Andeutungen, dass er die Königsklasse verlassen könnte, weil er unter dem aktuellen Reglement nicht mehr den gleichen Spaß wie zuvor hat.

Experte Ralf Schumacher vermutet allerdings, dass Verstappen sich in erster Linie deshalb so kritisch äußert, um Veränderungen in der Formel 1 "zu beschleunigen", so der sechsmalige Grand-Prix-Sieger im Podcast Backstage Boxengasse von Sky.

"Ich glaube, er nutzt jetzt seine Position auch ein bisschen", erklärt Schumacher, der sich nicht vorstellen kann, dass Verstappen der Königsklasse wirklich in absehbarer Zeit den Rücken kehren wird. Denn im Motorsport gebe es weiterhin keine vergleichbare Herausforderung.

Auch wenn Verstappen zuletzt immer wieder betonte, wie viel Spaß er in einem GT-Auto habe, erklärt Schumacher, dass es noch einmal etwas ganz anderes sei, in einem Formel-1-Boliden zu fahren. Zudem könne sich Verstappen in der Königsklasse "mit den besten Fahrern der Welt" messen.

Schumacher: Verstappen-Kommentare nicht hilfreich

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Max das so schnell aufgeben wird", so Schumacher, der der Meinung ist, dass Verstappen sich daher lieber darauf konzentrieren sollte, Red Bull wieder nach vorne zu bringen, anstatt sich an jedem Wochenende kritisch über die Formel 1 zu äußern.

"Meine Einschätzung ist, dass der Fokus jetzt erstmal auf dem Team liegen sollte", betont der Experte und erklärt: "Ich glaube, wenn er jetzt natürlich gewinnen würde, würde er [die Regeln] immer noch nicht sonderlich mögen, aber es würde ihm leichter fallen, man würde weniger davon hören."

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Natürlich könne Verstappen "diese Schallplatte immer weiter spielen und immer weiter spielen", so Schumacher, der jedoch betont, dass das "nicht fair den Partnern gegenüber" sei. "Dann muss er halt nach Hause gehen, ist doch kein Thema", sagt Schumacher ganz nüchtern.

Denn mit seiner aktuellen Attitüde schade Verstappen auch sich selbst, befürchtet er. So könne durch die ständigen Negativkommentare beispielsweise der Eindruck entstehen, dass der Niederländer nicht mehr motiviert sei und dementsprechend nicht mehr alles gebe.

Schumacher: Formel 1 geht auch ohne Verstappen weiter

Verstappen müsse daher "vorsichtig sein", warnt Schumacher, der zudem erklärt, dass die Königsklasse selbst im Falle eines Abschieds von Verstappen keine Angst haben müsse, "weil ich einfach der Meinung bin, dass die Formel 1 größer ist als jeder Einzelne von uns."

"Wenn Max Verstappen aufhört, ganz ehrlich, dann ist das eben so. Dann kommt der Nächste nach", zuckt er die Schultern und betont, dass er Verstappen zwar möge und auch Verständnis dafür habe, wenn dieser wirklich lieber mehr Zeit mit seiner Familie verbringen würde.

Trotzdem findet er die Kommentare des viermaligen Weltmeisters aktuell nicht hilfreich. "Dann muss er eben aufhören. Dann muss er das machen, was ihm Freude macht", so Schumacher, der ergänzt: "Dann kann das Team sich nach einem neuen Fahrer umschauen."

Verstappen selbst hatte zuletzt beispielsweise gegenüber der BBC erklärt: "Privat bin ich sehr glücklich. Aber man wartet auch auf 24 Rennen. Diesmal sind es 22, aber normalerweise 24. Und dann fragst du dich einfach: Ist es das wert?"

Schumacher sagt dazu ganz nüchtern: "Wenn er das nicht mehr will, dann finde ich es super, dann muss er die Entscheidung durchziehen." Dass das wirklich bereits in naher Zukunft passieren wird, glaubt er allerdings nicht.

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