Deshalb hat sich Red Bull wieder für Sergio Perez entschieden

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erklärt, weshalb Sergio Perez auch in der Formel-1-Saison 2022 der Teamkollege von Max Verstappen sein wird

Deshalb hat sich Red Bull wieder für Sergio Perez entschieden

Sergio Perez hat Planungssicherheit: Red Bull hat seinen Formel-1-Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Perez bleibt damit Teamkollege von Max Verstappen und bestreitet 2022 eine zweite Saison im Energydrink-Rennstall von Teamchef Christian Horner. Warum, das erklärte Horner am Rande des Trainingsauftakts zum Belgien-Grand-Prix in Spa bei 'Sky'.

Es sei eine "ziemlich klare Entscheidung" pro Perez gewesen, sagt Horner vorneweg. Denn Perez habe in den ersten acht Monaten seiner Arbeitszeit bei Red Bull einen "wirklich positiven Einfluss auf das Team" genommen. Ins Detail geht Horner hierbei aber nicht.

Stattdessen betont der Teamchef, Perez habe schon "ein paar starke Rennen" gezeigt und besonders beim Sieg in Aserbaidschan geglänzt. Dort aber staubte Perez nur ab, weil sein Red-Bull-Kollege Verstappen in Führung liegend ausgefallen war.

Weshalb die frühe Bekanntgabe?

So oder so: Man wolle Perez' Leistung honorieren, indem man ihm schon frühzeitig in der laufenden Saison Klarheit verschaffe, meint Horner. O-Ton: "Wir wollten Spekulationen einen Riegel vorschieben und ihm den Druck von den Schultern nehmen."

Dann fällt ein interessanter Nachsatz: "Indem wir ihn für die zweite Saisonhälfte und natürlich für die [Saison 2022 mit dem dann] neuen Reglement bestätigen." Dabei schien Perez nach außen hin für den Rest der aktuellen Saison 2021 nie in Frage zu stehen. Auch hier erklärt sich Horner nicht weiter.

Der ehemalige Rennfahrer betont lediglich, wie "wichtig" Stabilität sei für das Red-Bull-Team in der Formel 1. "Nächstes Jahr", sagt Horner, "kommen große Regeländerungen. Checo verfügt über die Erfahrung von mehr als 200 Rennen in der Formel 1. Damit kann er eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung für 2022 spielen."

Perez' Leistung im Vergleich zu Verstappen

Perez wisse auch, "was wir von ihm im aktuellen Jahr erwarten", erklärt Horner weiter. "Er soll Max unterstützen, auch mit Blick auf die Konstrukteurswertung."

Beides ist Perez im bisherigen Saisonverlauf mitunter schwergefallen. Der Direktvergleich zwischen ihm und Verstappen zeigt: Sowohl im Qualifying als auch im Rennen ist der Mexikaner klar die Nummer zwei im Team.

Horner erklärt: Das macht den RB16B so schwierig zu fahren

Wie sich Horner das erklärt? Er verweist auf die speziellen Eigenheiten des aktuellen RB16B und meint, das Auto habe sich "natürlich um Max' Fahrstil herum entwickelt", so formuliert es der Teamchef.

Horner weiter: "Das Auto verhält sich ziemlich nervös am Kurveneingang, zumindest in manchen Kurven. Damit hatten vorher auch Pierre [Gasly] und Alex [Albon] zu kämpfen gehabt. Ich würde sagen, Checo hat gute Arbeit geleistet, der Sache auf den Grund zu gehen. Wir haben aber auch ein paar Maßnahmen ergriffen, um ihm zu helfen."

Sergio Perez

Sergio Perez fährt auch 2022 für Red Bull in der Formel 1

Foto: Motorsport Images

Doch schon 2022 werde sich Perez leichter tun, meint Horner. Die Formel 1 schlage dann nämlich ein ganz neues Kapitel auf und fange technisch "wieder bei null" an. "Es handelt sich dann um eine ganz andere Fahrzeug-Philosophie. Und ich gehe mal davon aus, dass am Ende alle Teams viel besser fahrbarere Autos haben werden."

Perez soll "sehr aktiv" mitwirken am Projekt 2022

Tatsächlich habe Red Bull Perez auch bereits in "vorbereitende Arbeiten" für 2022 involviert, sagt Horner. "Das verstärkt sich natürlich in der zweiten Jahreshälfte. Checo wird da eine sehr aktive Rolle einnehmen."

Parallel dazu will der Teamchef eine Formsteigerung auf der Rennstrecke sehen. Perez' größte Baustelle sei das Qualifying, und zwar "besonders mit Blick auf einige Kurse, die noch kommen", so Horner.

Er prognostiziert: "Checo wird sich weiter steigern, weil er sich immer besser an das Auto gewöhnt. Er hatte bisher auch schon etwas Pech am Renntag. Es braucht einfach auch gute Sonntage."

Mit Bildmaterial von Christian Horner/Instagram.

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