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Warum Toto Wolff nicht Manager von Sebastian Vettel wird

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Warum Toto Wolff nicht Manager von Sebastian Vettel wird
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Die Idee ist ebenso charmant wie unrealistisch: Mercedes-Teamchef Toto Wolff wird nicht Manager von Sebastian Vettel, der weiterhin nach einem Cockpit sucht

Die Zukunft von Sebastian Vettel bleibt beim Grand Prix der Steiermark in Spielberg Formel 1 2020 live im Ticker! abseits der Rennstrecke das meistdiskutierte Thema. Nachdem bei den drei derzeitigen Topteams alle Türen zu scheinen, werden in der Gerüchteküche die nächsten Varianten durchgekaut. Die 'Bild'-Zeitung zum Beispiel schreibt den viermaligen Weltmeister jetzt zu Racing Point.

Teamchef Otmar Szafnauer hat Vettel zwar am Freitag in der FIA-Pressekonferenz prinzipiell abgesagt; in seiner Formulierung aber trotz der Frage von 'Motorsport-Total.com', ob er zum Thema Vettel ein "klares Nein" anbieten könne, den Konjunktiv gewählt ("wäre nur logisch").

Es ist eine in der Formel 1 übliche Strategie der mächtigen Männer und Frauen: einerseits die Story eines Journalisten dementieren und diskreditieren, aber andererseits eine Hintertür offen lassen, die die meisten Fans bei oberflächlichem Zuhören gar nicht als solche erkennen.

Einfädeln könnte einen solchen Deal zum Beispiel Toto Wolff, denn der ist nicht erst mit Vettel befreundet, seit er (unter großem medialem Tamtam) 2017 bei dessen 30er-Party in der Schweiz zu Gast war. Wolff hat als Teamchef von Mercedes zwar keinen Platz für Vettel; als Aktionär von Aston Martin und Vertrauter von Racing-Point-Teamchef Lawrence Stroll aber vielleicht schon, wird gemunkelt.

Racing Point: Geht's nur, wenn Vettel auf Geld verzichtet?

Racing Point (ab 2021 als Aston-Martin-Werksteam am Start) müsste dafür wohl Sergio Perez rausschmeißen, dessen Vertrag bis Ende 2022 läuft. Lance Stroll, der Sohn des Eigentümers, gilt als gesetzt. Vettel hat bereits signalisiert, dass es ihm nicht mehr um Geld geht. Das ist gut, denn mit dem gesparten Geld, spekuliert die 'Bild', könnte man Perez für den Vertragsbruch entschädigen.

Alles reine Spekulation, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Aber die Idee, dass ausgerechnet Wolff Vettels Karriere in die Hand nehmen könnte, vielleicht sogar als Manager des Deutschen (einen solchen hatte Vettel noch nie), finden einige Beobachter charmant.

Rein "menschlich" sage er zwar: "Warum nicht?" Aber grundsätzlich winkt Wolff ab: "Wenn ich der Manager von Sebastian wäre, würden wir sicher sehr gut miteinander auskommen. Aber ich bin nicht sicher, ob ich ihm damit Gutes tun würde. Ich bin nicht sicher, dass die Teams die in Frage kommen, dann so gern mit mir diskutieren!"

Der 48-jährige Österreicher kennt sich aus mit Fahrermanagement. In der Firma Aces Management hat er sich gemeinsam mit Didier Coton und Mika Häkkinen jahrelang um die Karrieren von Rennfahrern gekümmert. Und noch heute managt er als Mercedes-Sportchef effektiv Fahrer wie Valtteri Bottas, Esteban Ocon oder George Russell.

Dass Vettel bisher nie einen Manager hatte (abgesehen von Helmut Marko, der in seiner Karriere eine ähnliche Rolle eingenommen hat wie Wolff für die heutigen Mercedes-Junioren), kann Wolff gut nachvollziehen: "Warum 20 Prozent an jemanden bezahlen, wenn du's auch selbst machen kannst?"

Wolff: Auch Hamilton hat keinen Manager

"Ich glaube, dass es kein Nachteil ist, dass er keinen Manager hat. Viele von den Topleuten machen das ohne Manager", sagt er. "Lewis ist so ein Beispiel. Die Jungs sind clever. Die fahren nicht nur schnell Auto, sondern wissen genau, was ihr Marktwert ist und welche finanzielle Realität gerade existiert. Am Ende des Tages ist es vielleicht eine richtige Entscheidung."

Eins ist übrigens klar: Sollte Vettel wirklich Wolff bitten, sein Management zu übernehmen, wäre das für seine Beziehung zu Marko und Red Bull vermutlich ein Dolchstoß. Marko/Mateschitz und Wolff können einander nicht riechen, heißt es. Ob das wirklich nur an Wolffs berühmten "Brausehersteller"-Sager liegt oder ob in Wahrheit viel mehr dahintersteckt, das weiß in der Branche keiner so genau.

Und noch etwas ist Fakt: Wolff und Vettel haben sich am Samstag vergangene Woche in Spielberg getroffen. "Ich habe heute schon mit Sebastian geplaudert", ist dem Mercedes-Teamchef nach dem Qualifying zum Grand Prix von Österreich rausgerutscht. Er habe außerdem auch "Mittagessen mit Ola und Jörg" gehabt (Konzernvorsitzender Ola Källenius und Kommunikationschef Jörg Howe von Daimler; Anm. d. Red.).

Das "Formel-1-Camping" direkt am Red-Bull-Ring "macht Spaß", findet Wolff. Und er genießt es vermutlich, dass aufgrund der geringeren Dichte an Medienvertretern (die das Pressezentrum nicht verlassen dürfen, mit Ausnahme der TV-Leute) nicht jede Bewegung von ihm auf Schritt und Tritt verfolgt wird.

"Es ist wirklich angenehm, weil wir so nahe an der Strecke sind. Du gehst 50 Meter zur Arbeit. Ich mag das", sagt er. Durch diese Art und Weise zu leben, werden Erinnerungen "an meine Jahre in den Nachwuchskategorien" geweckt, mit Frühstück im Motorhome und wichtigen Meetings am Klapptisch. Denn "die Infrastruktur", sagt Wolff, "ist hier sehr begrenzt".

Mit Bildmaterial von LAT.

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