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Toyoda: "Will morgen nicht lesen: 'Toyota kommt in die Formel 1 zurück'!"

Ist der Deal mit Haas Toyotas erster Schritt zurück in die Formel 1? Der japanische Hersteller dementiert entsprechende Pläne energisch

Warum Toyotas Haas-Deal kein Formel-1-Comeback ist

Die Ankündigung der technischen Partnerschaft mit Haas bringt natürlich Gedanken auf, dass es für Toyota der erste Schritt zu einer offiziellen Rückkehr in die Formel 1 ist. Seit der Hersteller Ende 2009 im Zuge der Finanzkrise und sportlicher Erfolglosigkeit den Stecker gezogen hat, ist eine Menge passiert und die Welt und die Meisterschaft sind komplett anders.

Die Popularität der Formel 1 hat sich stark erhöht und Toyota musste vom Rand aus zuschauen, wie Rivale Honda wieder Meisterschaften gewonnen hat. Zwar waren die Verbindungen nie ganz gekappt, weil einzelne Teams noch immer den Toyota-Windkanal in Köln benutzt haben, einen direkten Draht in die Meisterschaft oder zu anderen Teams hatte man aber nicht.

Das ändert sich jetzt aber mit dem Haas-Deal, da Toyotas Entwicklungsfahrer, Mechaniker und Ingenieure in ein offizielles Testprogramm eingebunden werden und an der aerodynamischen Entwicklung arbeiten sowie am Design und der Herstellung des Autos.

Und trotzdem gab es eine klare Message, die der Hersteller auf der offiziellen Pressekonferenz am Freitag in Fuji mit auf den Weg gab, und zwar dass der Deal alles andere als ein Comeback ist. Toyota-Vorsitz Akio Toyoda betonte: "Bitte stellt sicher, dass in den Überschriften morgen nicht steht: 'Toyota kehrt endlich in die Formel 1 zurück.'"

"Vielmehr wäre es schön, Schlagzeilen und Artikel zu sehen, die japanische Kinder dazu anregen, von der Möglichkeit zu träumen, dass auch sie eines Tages die schnellsten Autos der Welt fahren könnten", sagt er.

 

Die Partnerschaft zielt eher darauf ab, Toyota dabei zu helfen, seinen jungen Ingenieuren, Mitarbeitern und Fahrern einen Weg in die Formel 1 zu ebnen.

Fahrer vor Präsident gehemmt?

Für Toyoda sei eine der Hauptmotivationen für die Zustimmung der Formel-1-Pläne gewesen, den Toyota-Mitarbeitern Hoffnung zu geben, dass sie es im Motorsport bis an die Spitze schaffen können. Dies gelte vor allem für die Fahrer, die für Toyota in der Super Formula antreten und die nun eine bessere Möglichkeit hätten, Formel-1-Erfahrung zu sammeln.

 

"Es gibt etwas, das ich spüre, wenn ich mit professionellen Rennfahrern spreche", sagt er. "Alle wollen die schnellsten Autos der Welt fahren. Ich glaube, so sind die Fahrer nun einmal."

"Gleichzeitig bin ich derjenige, der die Formel 1 verlassen hat. Von daher glaube ich, dass die Fahrer nie in der Lage waren, ehrlich vor mir darüber zu sprechen. Es gab immer diese gehemmte Atmosphäre", so Toyoda.

Toyoda bedauert Rückzug zumindest privat

Geändert hatte sich das allerdings, als Toyoda im vergangenen Jahr vom Amt des Präsidenten zurücktrat, das er 2009 übernommen hatte. "Im Januar dieses Jahres habe ich vor allen Leuten gesagt, dass ich endlich wieder ein normaler älterer Mann bin, der Autos liebt", lacht er.

"Ich glaube, dass der gewöhnliche, ältere, autoverrückte Akio Toyoda tief in seinem Herzen immer bedauert hat, dass er durch seinen Rückzug aus der Formel 1 der japanischen Jugend den Weg zum Fahren der schnellsten Autos der Welt versperrt hat."

"Gleichzeitig möchte ich unter den wachsamen Augen der Medien hinzufügen, dass ich immer noch glaube, dass meine Entscheidung als Präsident von Toyota, die Formel 1 zu verlassen, nicht falsch war."

Toyota zurück in der F1? "Das ist nicht der Fall!"

Auch Tomoya Takahashi, der Präsident von Toyota Gazoo, bestätigt die Aussagen Toyodas, dass die Partnerschaft kein Comeback sei: "Einige könnten zu dem Schluss kommen, dass Toyota zurück in der Formel 1 ist, aber das ist nicht der Fall", sagt er.

Stattdessen betont er, dass es Toyota vor allem darum gehe, die Fähigkeiten der eigenen Fahrer und des Personals zu verbessern. "Die Formel 1 ist die Königsklasse des Motorsports", sagt er. "Die aktive Rolle der F1-Fahrer, -Ingenieure und -Mechaniker kann Kindern Träume, Sehnsüchte und Ziele vermitteln."

 

 

 

"Für Toyota Gazoo Racing ist es äußerst wichtig, den Kindern, die für die Automobilindustrie der Zukunft verantwortlich sein werden, diese Hoffnung zu vermitteln", so Takahashi.

Das bedeutet, dass die Partnerschaft dazu genutzt werden soll, das Fahrerentwicklungsprogramm zu intensivieren und das Verständnis der Ingenieure und Mechaniker zu verbessern, die am Testprogramm, der Datenanalyse und den aerodynamischen Entwicklungen von Haas beteiligt sind.

"Ich glaube, dass dies zu dem Element des Produkts führen wird, mit anderen Worten: zur Entwicklung von Humanressourcen, die Feedback für Serienfahrzeuge geben können."

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