Warum Valtteri Bottas doch keine Startplatzstrafe erhält
Eine alte Startplatzstrafe hätte Valtteri Bottas beim Formel-1-Auftakt 2026 treffen sollen, doch eine neue FIA-Regel sorgt dafür, dass der Vorfall verjährt ist
Valtteri Bottas im Formel-1-Fahrerlager in Melbourne 2026
Foto: LAT Images
Ein Regelverstoß aus der Saison 2024 hat doch keine Konsequenzen mehr für Formel-1-Rückkehrer Valtteri Bottas. Der Cadillac-Fahrer hätte beim Auftakt 2026 in Australien eigentlich eine Startplatzstrafe erhalten sollen, die er sich bei seinem bisher letzten Grand Prix eingefangen hatte - für sein "nächstes Rennen", das er nach einem Jahr Pause in Melbourne bestreitet.
Nun aber sagte Bottas: "Offenbar ist die Sache aufgrund neuer Regeln vom Tisch. Also: keine Startplatzstrafe."
Tatsächlich hat der Automobil-Weltverband (FIA) die Formel-1-Regeln in diesem Punkt verändert. In Artikel B1.9.5h des Sportlichen Reglements heißt es jetzt zu möglichen Startplatzstrafen: "Darunter versteht man eine Rückversetzung um eine beliebige Anzahl an Startplätzen in der Startaufstellung für den nächsten Sprint oder das nächste Rennen, an dem der Fahrer innerhalb der folgenden zwölf Monate teilnimmt."
Entscheidend ist hier die zeitliche Begrenzung auf ein Jahr: Der Vorfall, der bei Bottas die Startplatzstrafe ausgelöst hat, liegt bereits über ein Jahr zurück - er ereignete sich beim Formel-1-Finale 2024 in Abu Dhabi.
Warum genau Bottas straffrei bleibt
Unmittelbar vor dem Formel-1-Auftakt 2026 in Australien bestätigte die FIA, dass diese neue Regel auch rückwirkend angewendet wird. Damit gilt Bottas' Startplatzstrafe als verjährt. Er kann von der Position ins Rennen gehen, die er im Qualifying erreicht - sofern er keine neue sportlich oder technisch bedingte Startplatzstrafe erhält.
Ermöglicht wird das durch eine Neufassung eines weiteren Artikels: B2.5.4b beschreibt, dass bereits ausgesprochene Startplatzstrafen nur dann relevant sind, wenn sie "innerhalb der vergangenen zwölf Monate" ausgesprochen wurden. Das ist bei Bottas nicht der Fall.
Cadillac fährt ohnehin hinterher - vorerst
Praktisch dürfte das für Bottas keinen Unterschied machen: Formel-1-Neueinsteiger Cadillac werden nur geringe Chancen auf eine Q2-Teilnahme eingeräumt, sodass eine mögliche Startplatzstrafe aufgrund einer ohnehin schlechten Startposition wahrscheinlich verpufft wäre.
Doch Bottas glaubt, die technische Schwäche von Cadillac zu Saisonbeginn werde kein Dauerzustand bleiben. "Wir haben schon tolle Fortschritte gemacht. Und Fortschritt bleibt unsere Priorität", erklärte der Finne in Melbourne. "Wir müssen uns vom Saisonbeginn bis zum Saisonfinale ständig verbessern."
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