Warum Valtteri Bottas jetzt schon eine Startplatzstrafe hat
Erste Rennen für Cadillac und schon eine Strafe - Eine Altlast holt Valtteri Bottas beim Saisonauftakt 2026 in Melbourne ein
Valtteri Bottas muss in Melbourne eine Strafe vom Saisonfinale 2024 absitzen
Foto: Getty Getty
Pikante Premiere für Cadillac: Der US-Rennstall gibt in Melbourne sein Formel-1-Debüt, doch für Valtteri Bottas beginnt die neue Ära direkt mit einem Handicap. Der Finne wird in der Startaufstellung um fünf Plätze nach hinten versetzt - und das wegen eines Vorfalls, der bereits 15 Monate zurückliegt.
Rückblick auf das Saisonfinale 2024 in Abu Dhabi: Damals noch in Diensten von Sauber (heute Audi), dreht Bottas in der ersten Runde den Red Bull von Sergio Perez um und kassierte dafür eine 10-Sekunden-Strafe. Nur 45 Minuten später kracht es erneut: Beim Versuch von Kevin Magnussen, den Finnen außen in Kurve 6 zu überholen, verbremst sich Bottas und räumt den Haas ab.
Da Bottas das Rennen aufgrund der Schäden vorzeitig beenden muss, können die Kommissare keine Strafe während des Rennens verhängen. Stattdessen gibt es eine Grid-Strafe von fünf Plätzen für sein "nächstes Rennen".
Die 2025er-Pause ändert nichts an der Sanktion
Da Bottas für die Saison 2025 kein Stammcockpit erhielt und auch sein Engagement als Mercedes-Ersatzfahrer zu keinem Renneinsatz führte, blieb die Strafe über ein Jahr lang "eingefroren". Das Reglement wurde zwischenzeitlich zwar angepasst - Stewards können Strafen nun innerhalb eines 12-Monats-Fensters verfallen lassen - doch diese Neuerung gilt nicht rückwirkend.
Wie die FIA bereits am 8. Dezember 2024 schriftlich fixierte, muss die Strafe beim nächsten Start des Fahrers eingelöst werden, unabhängig vom zeitlichen Abstand. Da Cadillac in Melbourne nicht unbedingt als Q3-Kandidat gilt, dürfte die Versetzung für den Routinier am Ende des Feldes jedoch verschmerzbar sein.
Keine Sperre für Bottas - aber Oliver Bearman muss zittern
Ein kleiner Trost für Bottas: Die fünf Strafpunkte, die er damals für sein Sündenkonto in der Superlizenz erhielt, sind nach 12 Monaten automatisch gelöscht worden. Damit droht ihm keine Rennsperre. Ganz anders sieht die Lage bei Oliver Bearman aus. (Übersicht über die Formel-1-Strafpunkte)
Der Haas-Pilot bewegt sich seit Monaten auf einem schmalen Grat. Mit Stand vom 7. September 2025 hatte der Brite bereits zehn Punkte gesammelt. Zwei Punkte verfielen zwischenzeitlich, doch eine Kollision mit Liam Lawson in Sao Paulo am 8. November brachte sein Punktekonto wieder auf zehn. Bei zwölf Punkten gibt es eine Rennsperre.
Das bedeutet, dass Bearman bis zum Großen Preis von Kanada (dem siebten Rennen 2026) sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen darf. Erst an jenem Samstag werden zwei seiner Punkte gestrichen.
Hinter Bearman ist die Lage im Feld deutlich entspannter. Liam Lawson und Lance Stroll kommen als nächste Verfolger lediglich auf jeweils sechs Strafpunkte.
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