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Was Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff jetzt über Horner und Marko sagt

Mehr als 20 Jahre Stabilität enden abrupt: Hinter dem Aus von Christian Horner als Teamchef von Red Bull steckte eine strategische Neudefinition

Red Bull ohne Horner: Warum Mintzlaff den Bruch für alternativlos hielt

Fotomontage: Christian Horner vor einem Red-Bull-Logo

Foto: Getty Images

Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat sich in einem Gespräch mit De Telegraaf zum Aus von Christian Horner bei Formel-1-Team Red Bull geäußert und erklärt, dass man sich trotz der "großartigen Erfolgsbilanz" des Briten nicht dauerhaft "auf die Vergangenheit verlassen" konnte.

Unter Horners Führung hatte Red Bull sechs Konstrukteurs-Weltmeisterschaften und acht Fahrer-Weltmeistertitel erzielt. Gleichzeitig sah sich der 52-Jährige mit Vorwürfen wegen angeblichen Fehlverhaltens und unangemessenen Benehmens gegenüber einer Kollegin konfrontiert, die er stets entschieden zurückwies. Interne Untersuchungen sprachen ihn von jeglichem Fehlverhalten frei.

Am 9. Juli 2025 kam dann das Aus: Horner wurde als Teamchef und Geschäftsführer des Formel-1-Teams Red Bull abgelöst - nach mehr als 20 Jahren. Der bisherige Racing-Bulls-Teamchef Laurent Mekies rückte nach.

Von einem "Risiko" spricht Mintzlaff aber nicht: "Wir standen zu einhundert Prozent hinter dieser Maßnahme, denn wir wussten, dass wir etwas unternehmen mussten. Ich bin jedoch kein sogenannter Hire-and-Fire-Manager, der Leute einfach so entlässt."

"Christian hat eine großartige Erfolgsbilanz mit dem Team und enorm viel erreicht. Jeder hier im Unternehmen, mich eingeschlossen, schätzt ihn für das, was er geleistet hat. Aber das gehört auch zu einer professionellen Organisation dazu", erklärte Mintzlaff.

"Man kann sich nicht dauerhaft auf die Geschichte verlassen. Wir hatten das Gefühl, dass es an der Zeit war, ein neues Kapitel zu beginnen. Es war keine einfache Entscheidung, aber wir haben sie auch nicht überstürzt getroffen."

Was Mintzlaff über die Aussagen von Helmut Marko denkt

Mintzlaff reagierte zudem auf jüngste Aussagen von Helmut Marko über Horner. Marko hatte behauptet, der frühere Teamchef habe nach dem Tod von Dietrich Mateschitz "alles versucht, um die Kontrolle über das Unternehmen zu übernehmen", und Max Verstappen wäre 2025 Weltmeister geworden, wenn Horner früher gegangen wäre.

Dazu sagte Mintzlaff: "Diese Worte über Christian liegen in Helmuts Verantwortung. Ich kann nichts Negatives über Christian sagen - einfach deshalb, weil er sehr viel für Red Bull bedeutet hat. Aber es kommt immer ein Zeitpunkt, an dem die Dinge nicht mehr gut laufen, und dann muss man als Unternehmen eine Entscheidung treffen."

Red Bull habe sich eine einfache Frage gestellt: "Gibt man jemandem mehr Zeit - oder ist es Zeit für eine neue Führung? Wir waren der Meinung, dass es Zeit für einen Wechsel war", sagte Mintzlaff und fügte hinzu: "Ich widerspreche Helmuts Aussagen. Ja, es ist logisch, dass sich Dinge in einer Organisation verändern. Vielleicht hat sich auch Marko im Laufe der Jahre verändert."

Laut dem Red-Bull-Chef ist es "völlig normal, dass nicht alles so ist wie vor fünf Jahren". Außerdem müsse man bedenken, wie lange Horner und Marko zusammengearbeitet haben. "Wir sprechen hier von mehr als 20 Jahren", erklärte Mintzlaff. "Nennen Sie mir ein paar Beispiele anderer großer Sportorganisationen, bei denen das Führungsteam so lange unverändert geblieben ist."

"Man kann es negativ sehen, dass nun beide nicht mehr da sind. Einzigartig bleibt jedoch, wie lange sie gemeinsam hier waren und wie viel sie erreicht haben. Aber manchmal braucht es einfach einen Wechsel, um neue Impulse zu setzen."

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