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Was Red Bull helfen könnte, einen schwachen Saisonstart zu verhindern

Durch einen durchwachsenen Saisonstart hat Red Bull schon des Öfteren wichtigen Boden verloren - Welche Änderung nötig ist, um diese Schwäche 2021 zu überwinden

Was Red Bull helfen könnte, einen schwachen Saisonstart zu verhindern

In den meisten Rennen der Formel-1-Saison 2020 spielte Red Bull hinter Mercedes die zweite Geige. Doch Max Verstappens Sieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi ließ bei den Bullen die Hoffnung aufkeimen, endlich ein Auto zu haben, mit dem man 2021 um den Titel mitfahren kann.

Da das Chassis-Reglement der Formel 1 für dieses Jahr so gut wie eingefroren ist und die schlimmsten Schwächen des RB16 ausgebügelt wurden, gibt es guten Grund, optimistisch zu sein. Doch im Hinterkopf des Teams lauert die historische Erfahrung, die Red Bulls Form über viele der vergangenen Jahre hinweg charakterisiert.

Denn Red Bull beendete regelmäßig jede Saison stark, bekam nach einem ermutigenden Winter Auftrieb, gewann dann aber zu Beginn der folgenden Saison nicht so richtig an Fahrt. Es folgte eine brillante Erholungs- und Entwicklungsphase, um die Lücke zur Spitze des Feldes zu schließen - und das Jahr wiederum stark zu beenden.

Kontinuität als Schlüssel zum Erfolg

Dieser wiederkehrende Zyklus ist etwas, dessen sich die Teamleitung von Red Bull sehr wohl bewusst ist. Doch Christian Horner glaubt, dass die vielen Parallelen zwischen den Autos von 2020 und 2021 dazu beitragen können, das Blatt zu wenden.

"Das hoffe ich natürlich, denn es ist kein Neuanfang", sagt der Red-Bull-Teamchef. "Es ist das erste Mal in der Geschichte der Formel 1, dass das passiert, und deshalb haben wir das neue Auto 16B genannt, im Gegensatz zu 17, denn es gibt so viel davon, was übertragen wird. Wahrscheinlich sind etwa 60 Prozent des Autos ein 'Carry Over'."

Christian Horner

Teamchef Christian Horner glaubt, dass Kontinuität Red Bull helfen wird

Foto: Motorsport Images

Doch während es stimmt, dass die stabilen Chassis-Regeln Red Bull ein gewisses Vertrauen in die Basis geben, die es für dieses Jahr hat, bleibt auch eine große Unsicherheit über die Aerodynamik für 2021. Vor allem durch die Änderungen der Regeln für den Unterboden bleibt immer noch Raum für einige Leistungsschwankungen.

Aerodynamik bleibt ein Fragezeichen

Da die Aero-Performance in den vergangenen Jahren ein Eckpfeiler von Red Bulls Qualitäten war, bedeutet das, dass nichts als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann. Das gilt insbesondere, wenn man bedenkt, dass das Team bei der Entwicklung gerne aggressiv vorgeht - und neue Komponenten so schnell wie möglich einführen wird.

Genau diese Eigenschaft könnte den besten Anhaltspunkt dafür bieten, warum Red Bulls Saisons so verlaufen, wie sie verlaufen. Denn die Aggressivität, mit der die Entwicklung vorangetrieben wird, und das Streben nach immer leistungsfähigeren Teilen mag zwar zu besseren Rundenzeiten führen, hat aber auch eine Kehrseite.

Das ständige Ausprobieren neuer Teile bedeutet, dass Red Bull an einem Rennwochenende oft einem neuen Verständnis der Basis hinterherjagt. Und wenn die Komponenten auf der Strecke nicht auf Anhieb funktionieren, dann kann es Kopfzerbrechen bereiten, ob es ein inhärentes Problem gibt oder nur eine Anpassung des Set-ups nötig ist.

Verstappen: Streckenzeit ist essenziell

Die Wahrnehmung, dass Red Bull zu Beginn einer Saison erst eine Zeit lang braucht, um auf Touren zu kommen, bestätigt Max Verstappen: "Es sieht definitiv so aus." Allerdings macht er dafür im Vorjahr auch die besonderen Umstände verantwortlich.

"Wir wissen, dass wir uns am Anfang des Jahres ein bisschen verbessern müssen. Aber ich denke, die Situation mit Corona und die fehlende Zeit auf der Strecke, von der wir stark abhängen, haben es uns nicht geholfen", weiß er. "Wir mussten ein paar Dinge korrigieren. Klar verliert man bei so vielen Rennen hintereinander eine Menge Punkte."

Dass der Red-Bull-Pilot betont, die fehlende Streckenzeit hätte sich negativ bemerkbar gemacht, würde ein Stück weit erklären, warum die Performance mit zunehmender Kenntnis des Autos ansteigt. So verwundert Verstappens Antwort auf die Frage, wie man die schlechten Saisonstarts durchbrechen kann, nicht.

Bessere Korrelation Windkanal-Strecke

"Wie ich schon sagte, ich denke, dass wir einfach ein bisschen mehr von der Streckenzeit abhängen. Wir müssen also einen Weg finden, um sicherzustellen, dass das, was aus dem Windkanal kommt, sofort am Auto funktioniert und uns in die richtige Richtung bringt. Daran werden wir also arbeiten", blickt Verstappen voraus.

Die Botschaft scheint klar: Wenn die neuen Teile auf Anhieb funktionieren, wird Red Bull keinen Boden gegenüber jenen Konkurrenten verlieren, die von Anfang an besser sortiert sind. Dafür wird es nicht nötig sein, etwas grundlegend anders zu machen.

Es geht darum, die Methodik zu verbessern und dafür zu sorgen, dass die Korrelation zwischen Windkanal und Rennstrecke stimmt, statt zu früh mit neuen Teilen kleine Verbesserungen herausholen zu wollen. Im Ergebnis sollte Verstappen wissen, dass ein neuer Frontflügel funktioniert - und nicht erst herausfinden müssen, ob er es tut.

Man muss das Rad nicht neu erfinden

Schon früher hat Red Bull gezeigt, dass man sich nicht davor scheut, die Art und Weise, wie man Dinge tut, zu ändern, um voranzukommen. Vor ein paar Jahren rückte man bewusst vom Wunsch ab, das Entwicklungsfenster der neuen Autos so lange wie möglich offen zu lassen - weil bei den ersten Tests alles so kurzfristig war.

Wenn Verstappen recht hat, dass der Schlüssel zu einer besseren Leistung darin liegt, sicherzustellen, dass neue Teile, die auf die Strecke kommen, auf Anhieb funktionieren, dann könnte eine ähnlich subtile Änderung der Prozesse alles sein, was es braucht, um ein ganz anderes Ergebnis auf der Strecke zu erzielen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams Red Bull Racing
Urheber Jonathan Noble