Wegen Halo: Position der Onboardkameras wird 2019 angepasst

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Wegen Halo: Position der Onboardkameras wird 2019 angepasst
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
Übersetzung: Marko Knab
31.08.2018, 10:32

Nach der Einführung von Halo sind manche Kamerapositionen für die Formel 1 unbrauchbar geworden: Teams, Management und FIA reagieren mit Änderungen für 2019

Nach Informationen von Motorsport.com werden in der kommenden Formel-1-Saison 2019 die Positionen verschiedener Onboardkameras wegen Sichtproblemen durch den Halo angepasst. Aufgrund der feststehenden Homologation für die Saison 2018 war es nach der Einführung des Cockpit-Schutzes nicht mehr möglich gewesen, die Positionierung der Aufnahmegeräte zu verändern. Besonders die Kamera an der Seite der Airbox, die sich auf Schulterhöhe der Piloten befindet, leidet nach Einführung des Cockpitschutzes unter schlechter Sicht nach vorne.

 

Foto:

Große Teile des Sichtfelds werden vom Schutzbügel blockiert und haben dazu geführt, dass die Formel 1 sich aktuell verstärkt auf die klassische T-Kamera oberhalb des Überrollbügels verlassen muss. Dabei wurden auch neue TV-Grafiken eingeführt, die den Halo als visuelle Basis nutzen. Die FIA, das Management der Formel 1 und die Teams haben sich nun darauf geeinigt, einzelne Kamerapositionen anzupassen und somit die Qualität der Aufnahmen wieder zu erhöhen.

Die Kamera auf der Seite der Airbox soll deshalb weiter nach oben verlegt werden und so vom störenden Halo befreit werden. Damit soll möglichst freie Sicht auf die vor dem Fahrzeug liegende Strecke sichergestellt werden. Die Anpassungen wurden bereits vom Renault-Werksteam in den Freitagstrainings getestet und haben alle Beteiligten überzeugt.

Carlos Sainz Jr., Renault Sport F1 Team R.S. 18

Carlos Sainz Jr., Renault Sport F1 Team R.S. 18

Foto: Formula 1

Neben der Position der Kamera auf Schulterhöhe werden sich auch die Aufnahmen der Fahrer selbst verändern: Die in den Rückspiegeln integrierten Kameras wandern an die Vorderseite des Cockpits und filmen in der kommenden Saison somit nach hinten. Die Positionen der Kameras in der Fahrzeugnase und auf dem Überrollbügel bleiben dabei unverändert. Nach einstimmiger Verabschiedung durch die Teams ist der offizielle Beschluss durch die Strategiegruppe, Formel-1-Kommision und den Motorsportweltrat der FIA reine Formalität.
 

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