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Wegen Titankiefer: Fernando Alonso "kann jetzt noch härter beißen"!

Dass Fernando Alonso von seinem Fahrradunfall beeinträchtigt wird, glaubt Alexander Wurz nicht - Marc Surer analysiert Test: "Sieht ganz gut aus für ihn"

Wegen Titankiefer: Fernando Alonso "kann jetzt noch härter beißen"!

Vor dem Saisonauftakt der Formel 1 in Bahrain stellt sich für viele die Frage: Wie fit ist Fernando Alonso wirklich? Der Spanier kommt nach zwei Jahren Auszeit zurück in die Königsklasse und gehört mit seinen 39 Jahren schon zu den älteren Semestern im Feld - nur Kimi Räikkönen ist noch älter.

Hinzu kommt der Fahrradunfall Anfang Februar, bei dem sich Alonso Verletzungen im Gesicht zugezogen hatte. Dem zweimaligen Weltmeister wurden bei einer Operation Titanplatten in seinen Kiefer eingesetzt und er verpasste den Launch seines Teams Anfang März.

Bei Alpine geht man jedoch davon aus, dass der Unfall keine Auswirkungen auf Alonsos sportliche Leistung haben wird: "Er ist in Topform und überhaupt nicht beeinflusst durch die gesundheitlichen Probleme", stellt der geschäftsführende Direktor Marcin Budkowski klar.

Auch Ex-Pilot Alexander Wurz glaubt nicht, dass sich der Spanier von dem Vorfall aus dem Tritt bringen lässt: "In dieser Zeitspanne nicht mehr", spricht der Österreicher auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com aus eigener Erfahrung. Auch er hatte nach einem Unfall Verletzungen erlitten und musste nur wenige Tage später im Auto sitzen. "Da hast du schon Probleme."

Wurz: "Bringt ihn nicht aus der Ruhe"

Alonso selbst hätte jetzt aber genügend Zeit, um sich zu erholen und den Unfall zu verdauen. "Fernando ist ein harter Beißer. Jetzt kann er mit Titan noch härter beißen als vorher! Den bringt das nicht aus der Ruhe", so Wurz.

Wie hart Alonso beißen kann, hat er in der Vergangenheit schon öfters bewiesen, doch genau das sieht man bei Alpine als Vorteil: "Er ist in großartiger Form, auch körperlich, hat eine starke Motivation und treibt alle an", lobt Rennleiter Davide Brivio. "Es ist gut für das Team, einen Fahrer zu haben, der alle pusht, damit sie das Maximum geben."

"Dass er in die anspruchsvollste Motorsportserie zurückkommt, zeigt, wie sehr er motiviert ist", so der Italiener weiter. Auch für seinen Teamkollegen Esteban Ocon sei das gut, weil er von Alonso lernen könne. "Ich freue mich darauf, beide in Aktion zu erleben. Ich glaube, dass uns Fernando gute Ergebnisse liefern wird. Und Esteban auch."

Surer: "Sieht gut aus für Alpine & Alonso"

Bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain fuhr Alpine hingegen noch etwas unter dem Radar. Große Schlagzeilen schrieb der ehemalige Renault-Rennstall mit den Plätzen zehn und 16 zum Gesamtergebnis nicht, doch das muss nichts bedeuten, wie Experte Marc Surer in einer umfangreichen Testanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de urteilt.

"Die sind mehr auf Renntrimm gefahren und haben nicht mitgemacht beim abendlichen Shoot-out. Deswegen muss man das vorsichtig beurteilen", sagt der Schweizer. Die Longruns von beiden Piloten haben Surer aber überzeugt. "Das Auto ist gut, und Fernando fährt wie eh und je", sagt er.

"Nicht vergessen: Fernando ist vor allem stark im Rennen, das ist ein Racer. Der ist nicht der Superschnelle auf eine Runde, sondern der ist immer im Rennen der Mann, der irgendwo nach vorne kommt. Deswegen sieht das ganz gut aus für ihn."

Die Wahrheit zeigt sich aber erst in der kommenden Woche in Bahrain.

Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Fernando Alonso
Teams Alpine
Urheber Norman Fischer