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Wegen Ukraine-Krise: Sebastian Vettel boykottiert Grand Prix von Russland!

Noch ist unklar, ob der Russland-Grand-Prix 2022 trotz der Invasion in die Ukraine stattfinden wird - Für Sebastian Vettel steht fest: Fahren wird er in Sotschi nicht

Am Donnerstagmorgen hat Russland nach monatelangen Spannungen mit einem größeren Militärangriff auf die Ukraine begonnen. Die sich verschärfende Krise führt auch dazu, dass große Sportereignisse in der Region zunehmend infrage gestellt werden, darunter der Grand Prix von Russland.

Stattfinden soll das Rennen in Sotschi eigentlich am 25. September. Während unklar bleibt, ob die Formel 1 an diesem Plan festhält, hat sich Sebastian Vettel am Rande der Testfahrten in Barcelona bereits klar positioniert: Er werde nicht in Sotschi fahren, sollte der Grand Prix von Russland tatsächlich ausgetragen werden.

"Als GPDA (offizielle Fahrervereinigung; Anm. d. R.) haben wir noch nicht über das Thema gesprochen, von daher kann ich dazu nichts im Namen der GPDA sagen. Ich bin heute zu den Nachrichten aufgewacht und war geschockt. Ich weiß nicht. Es ist fürchterlich zu sehen, was dort passiert", sagt der Deutsche.

Vettel: "Meine Entscheidung ist schon gefallen"

"Wir haben ein Rennen in Russland geplant. Meine Meinung ist, dass ich nicht hingehen sollte, nicht hingehen werde. Ich halte es für falsch, in diesem Land zu fahren. Es tut mir für all die unschuldigen Leute leid, die ihr Leben verlieren und die aus dummen Gründen und durch eine seltsame und verrückte Führung getötet werden."

Vettel geht davon aus, dass sicherlich noch eingehend darüber gesprochen werde. Sein Entschluss stehe aber unabhängig davon bereits fest: "Wie gesagt: Die GPDA ist noch nicht zusammengekommen. Aber ich bin so schockiert und traurig darüber. Wir werden sehen, aber ich denke, meine Entscheidung ist schon gefallen."

Die Formel 1 selbst gab am Donnerstag nur eine kurze Erklärung zu dieser Angelegenheit ab und blieb in ihren Aussagen vage: "Die Formel 1 beobachtet die sehr unklaren Entwicklungen genau wie viele andere und gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar zu dem für September geplanten Rennen ab."

Man werde die Situation "sehr genau beobachten". Die Krise hat auch in anderen Sportarten zu Forderungen geführt, Veranstaltungen abzusagen oder zu verlegen, wie etwa das geplante Champions-League-Finale in St. Petersburg. Ein Spiel der UEFA Youth League in der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurde verschoben.

Andere Formel-1-Piloten bleiben zurückhaltend

Neben Vettel zeigen sich auch andere Formel-1-Fahrer von den Ereignissen schockiert. "Ich denke, wir müssen darüber reden", sagt Charles Leclerc. "Ich will nicht ins Detail gehen, denn um komplett ehrlich zu sein, habe ich nicht alle Informationen darüber, was gerade passiert. Es ist sehr traurig, das zu sehen, vor allem 2022."

Mit Blick auf eine mögliche Absage des Russland-Grand-Prix sagt Leclerc nur: "Wir werden eine Entscheidung treffen. Die Formel 1 wird vermutlich eine Entscheidung treffen und mehr Informationen besitzen als wir. Ich kann mich nicht besser ausdrücken, da ich ehrlicherweise nicht alle Informationen besitze."

Max Verstappen wird da schon etwas deutlicher. "Wenn sich ein Land im Krieg befindet, dann ist es sicherlich nicht richtig, dort zu fahren", findet der Formel-1-Weltmeister, betont aber gleichzeitig: "Es geht nicht nur darum, was ich denke. Der gesamte Paddock wird entscheiden, was wir als nächstes tun werden."

Fernando Alonso ergänzt: "Ich denke, das wird eine Entscheidung der Formel 1. Wir Fahrer haben eine Meinung, die sicherlich die gleiche wie bei jedem anderen ist. Wir haben nicht die Macht zu entscheiden. Wir können sicherlich unsere eigene Entscheidung treffen, aber am Ende wird die Formel 1 das Beste tun."

Nikita Masepin

Nikita Masepin äußert sich zu politischen Angelegenheiten ganz bewusst nicht

Foto: circuitpics.de

In der Formel 1 ist derzeit nur ein russischer Fahrer am Start: Nikita Masepin, der seit 2021 für Haas fährt. Er betont am Mittwoch auf Nachfrage, dass er sich bei den Tests in Barcelona auf "Sport ohne Politik" konzentriere. "Ich war schon immer ein großer Befürworter von Sport ohne Politik", bekräftigt der 22-jährige Russe.

"Heute bin ich in Barcelona, und ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie aufregend es ist, das neue Auto zu fahren, und wie aufregend es ist, an der Entwicklung dieses neuen Autos beteiligt zu sein, nachdem man ein Jahr lang die Bilder gesehen hat. Es dann in der Realität zu erleben, ist großartig und eine schöne Erfahrung."

Weitere Co-Autoren: Norman Fischer. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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