Wegen Vibrationen: Honda behält Aston-Martin-Auto in Japan
Honda hat die Zeit zwischen Suzuka und Miami genutzt, um in Japan mit dem echten Auto an den Vibrationen zu arbeiten - Warum man die Erwartungen trotzdem bremst
Lance Stroll schaffte es 2026 noch bei keinem Grand Prix ins Ziel
Foto: LAT Images
"Es war eine lange, aber intensive Zeit zwischen den Rennen, in der viel Arbeit geleistet wurde", berichtet Honda-Chefingenieur Shintaro Orihara vor der Rückkehr der Formel 1 in Miami am Wochenende. Nach dem Großen Preis von Japan Ende März hatte sich die Königsklasse in eine rund einmonatige Pause verabschiedet.
Vor allem Honda und Aston Martin konnten diese gut gebrauchen, denn nach den ersten drei Saisonrennen 2026 liegt das Team aus Silverstone punktlos auf dem elften und letzten WM-Platz. Der größte Kritikpunkt ist dabei aktuell der Antrieb von Partner Honda.
Weil dieser starke Vibrationen verursacht, schaffte es ein Aston-Martin-Fahrer in diesem Jahr bislang erst ein einziges Mal bei einem Grand Prix ins Ziel. Fernando Alonso gelang das zuletzt in Suzuka, wo er Platz 18 mit einer Runde Rückstand auf die Spitze belegte.
"Nach diesem Rennen nutzten wir zum ersten Mal die Gelegenheit, einen der AMR26-Wagen vor Ort in Sakura für weitere statische Tests zu behalten, wobei wir uns darauf konzentrierten, die Vibrationen zu reduzieren und damit die Zuverlässigkeit zu erhöhen", verrät Orihara.
Diese Gelegenheit bot sich, weil die Autos nach dem Rennen in Suzuka ohnehin in Japan waren und die beiden ursprünglich für den April geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt wurden. Trotzdem bremst Orihara die Erwartungen vor Miami.
"Wir haben einige Fortschritte erzielt, die es uns ermöglichen, weitere Gegenmaßnahmen in Miami und im weiteren Verlauf der Saison umzusetzen", sagt der Japaner zwar über die Arbeit mit dem echten Auto in den vergangenen Wochen.
Er betont allerdings auch: "Realistisch betrachtet werden diese Fortschritte keine spürbaren Auswirkungen auf die Leistung des Antriebsstrangs auf der Rennstrecke haben, sodass wir hier keine großen Sprünge nach vorne erwarten sollten."
Für Experte Martin Brundle kommt das nicht überraschend. Der langjährige Formel-1-Pilot erklärte kürzlich gegenüber Sky, dass es für Honda und Aston Martin "sehr schwierig" werden wird, die aktuellen Probleme noch in diesem Jahr zu lösen.
"Bis 2027 wird sich nichts verbessern", so Brundles Prognose.
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