Weltmeister strauchelt: Lando Norris fühlt sich nicht wohl im McLaren
Weltmeister Lando Norris kommt in dieser Saison noch nicht richtig in Schwung: Was dem McLaren-Piloten aktuell noch fehlt und warum er sich im Auto nicht wohlfühlt
Weltmeister Lando Norris erlebt einen schwierigen Saisonstart
Foto: LAT Images
Es ist kein Geheimnis, dass sich Weltmeister Lando Norris einen deutlich besseren Saisonauftakt erhofft hatte: Der McLaren-Pilot belegte beim Auftakt in Australien lediglich den fünften Rang und konnte den Großen Preis von China aufgrund technischer Probleme gar nicht erst in Angriff nehmen.
Auch beim dritten Saisonlauf in Japan hatte der 26-jährige Brite mit seinem McLaren MCL40 zu kämpfen und überquerte die Ziellinie am Ende erneut nur als Fünfter. Woran liegt das? "Ich fühle mich im Auto noch nicht so wohl, wie ich es gerne würde", erklärt Norris im Gespräch mit Sky UK.
"Das soll keine Ausrede sein, liegt aber auch daran, dass ich bisher wenig gefahren bin", ergänzt der aktuelle Formel-1-Weltmeister. "Viele Situationen, in denen ich mich befand, sei es hinsichtlich des Reifenverschleißes oder der Batterie, musste ich erst während des Rennens lösen, anstatt es am Freitag oder so auszuprobieren."
Lando Norris kämpft mit technischen Problemen
Zur Erinnerung: Norris konnte das erste Freie Training in Suzuka nur mit Verspätung aufnehmen und sah sich auch im zweiten Training mit diversen Problemen konfrontiert. Im dritten Freien Training am Samstag musste schließlich erneut die Batterie gewechselt werden.
Auch deshalb lag Norris im anschließenden Qualifying rund drei Zehntelsekunden hinter seinem Teamkollegen Oscar Piastri, der im Rennen am Sonntag lange Zeit in Führung lag und am Ende auch aufgrund eines ungünstigen Safety-Cars lediglich Zweiter wurde.
Für Norris war an das Podium nicht zu denken. "Es war trotzdem ein gutes Rennen von mir", resümiert der McLaren-Pilot. "Ich denke, es waren nur Kleinigkeiten, hier eine halbe Zehntelsekunde, da eine Zehntelsekunde, da eine halbe Zehntelsekunde. Es ist also noch nicht zu spät am Wochenende, um daraus zu lernen."
"Das sind gute Zeichen, aber es gibt immer Dinge, an denen ich und das Team arbeiten können", weiß Norris, der in der anstehenden Pause "an vielem" arbeiten möchte. "Wenn wir gemeinsam etwas stärker sind und ich mich selbstsicherer fühle, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir wieder ganz oben stehen können."
McLaren-Teamchef gibt zu: Norris unter Druck gesetzt
Davon ist auch Teamchef Andrea Stella überzeugt. "Lando ist ein gutes Rennen gefahren", lobt der Italiener. "Es war gut, dass er am Ende noch in Form war, um Lewis Hamilton zu überholen. Wir haben [am Samstag] gesagt, es wäre gut, wenn wir mit Ferrari kämpfen könnten, und das haben wir geschafft."
Insgesamt falle das Fazit daher positiv aus, meint Stella, auch wenn Norris seinem Teamkollegen über das gesamte Wochenende hinweg unterlegen war. "Ich muss sagen, dass Lando vom Team etwas unter Druck gesetzt wurde, weil wir im Training einige Probleme hatten", ergänzt der Italiener.
"Er hatte nur begrenzte Möglichkeiten", erinnert der Teamchef und ordnet die aktuellen Ergebnisse als Ausnahme ein. "Ich glaube, er ist vor dem Rennen noch nie zwei Runden am Stück gefahren. Also gut gemacht, Lando. Wichtige Punkte für das Team."
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